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Category Archives: Allgemein

Aus dem BR-Magazin: Neuer USA Fonds von TSO-DNL wird operativ

Wolfgang Kunz im Interview

 

Freiheitsstatue_immobilie_usaLandshut, 20.03.2015 – Die DNL ist seit 2001 erfolgreich in Deutschland im Bereich geschlossene US-Immobilienfonds tätig und der Exklusivvertrieb der TSO in Europa. Zwischen 2004 und 2006 agierte die DNL als Krisenmanager für drei geschlossene US-Immobilienfonds eines Schweizer Initiators, rettete das Kapital von 512 deutschen Investoren und erreichte Kapitalrückführungen zwischen 152 Prozent und 168 Prozent. Ende 2005 gründete DNL eine eigene US-Gesellschaft in Atlanta, die DNL US-Invest, LLC, die die Interessen der deutschen Anleger in den USA als Teil des General Partners vertritt.

DNL hat sich für TSO als Asset-Manager entschieden, da kein Anleger seit der Gründung der TSO im Jahr 1988 nach eigenen Angaben Geld verloren hat. Nun ist seit Dezember 2014 der neue   TSO-DNL KG-Fonds auf dem Markt. Dazu traf die Redaktion des BeteiligungsReports den DNL Vertriebsdirektor Wolfgang Kunz am Rande einer Präsentation. Dass rege Nachfrage und Interesse für USA Fonds weiterhin bestehen, zeigen die überdurchschnittlichen Vertriebserfolge seit Vertriebsstart. Mühelos übersprang man die Rückabwicklungsschwelle von 3.000.000 US-Dollar nach wenigen Tagen.

BeteiligungsReport®: Sind geschlossene Beteiligungen nach altem Strickmuster in Zukunft darstellbar?

Wolfgang Kunz: Das sicher nicht. Es steht die Möglichkeit offen, eine Kapitalverwaltungsgesellschaft zu gründen. DNL hat sich mit seinem US-Partner TSO aber auf ihre Stärke besonnen und die operative KG-Gestaltung gewählt. Deshalb ist das aktuelle Produkt mit dem Namen TSO-DNL Active Property LP auf den Markt gekommen, was die Strategie unterstreicht.

BeteiligungsReport®: Der Erfolg liegt also im Zusammenspiel zwischen DNL Real Invest und TSO als Asset- Manager. Können Sie nochmals die Eckpunkte zusammenfassen?

Wolfgang Kunz: Zum einen betreut die DNL derzeit ca. 4.000 Anleger in allen Fragen rund um ihr Immobilieninvestment inklusive dem Thema Steuern. Die Anlegerbetreuung inklusive quartalsweiser Ausschüttungen erfolgt ausschließlich in deutscher Sprache vom deutschen Standort aus. Diese Philosophie wird von Kunden und Geschäftspartnern der DNL Real Invest AG gleichermaßen geschätzt. Das Asset-Management-Team der „The Simpson Organization“ um Allan Boyd Simpson führt alle zentralen Tätigkeiten rund um die Projektentwicklung und den Handel mit Immobilien aus. Dass die TSO dies erfolgreich kann, hat sie die letzten Jahre bewiesen. Seit der Gründung wurden rund 80 Immobilientransaktionen mit einem Gesamtwert von 3,2 Milliarden US-Dollar  abgewickelt. Aktuell verwaltet unser Asset-Management-Partner ein Immobilienportfolio im Wert von rund 900 Millionen US-Dollar für deutsche und amerikanische Investoren. Dabei lag die durchschnittlich testierte Rendite bei rund 24 Prozent pro Jahr. Im TOP 50-Ranking der US Real Estate 2013 von Fondsmedia waren die besten 12 Projekte aus dem Hause TSO-DNL. Ich denke, das bestätigt unser Handeln.

BeteiligungsReport®: Was macht nun die operative Prägung aus?

Wolfgang Kunz: Unser Asset Manager kauft ein Projekt mit einer Vermietungsquote von etwas über 50 Prozent. Danach wird das Objekt entwickelt, Flächen umstrukturiert, eventuell teilrenoviert und die Vermietungsquote konsequent erhöht. Ab einem Vermietungsstand von 85 Prozent müssen bereits wieder Verkaufsbemühungen eingeleitet werden. Zentrale Änderung ist, dass langfristiges Halten, Vermieten und Verwalten der Immobilien künftig ausgeschlossen sind.

BeteiligungsReport®: Welche Rolle spielt der Dollar bei der Investition?

Wolfgang Kunz: Wir betonen immer, dass wir ein reines Dollarinvestment sind. Einzahlungen, Ausschüttungen und Rückzahlung erfolgen alle in US-Dollar. Wer dies nicht umtauschen möchte, hat die Möglichkeit, für kleines Geld ein Dollarkonto zu unterhalten, sodass er den aus seiner Sicht günstigsten Zeitpunkt eines Umtausches abwarten kann. In einer Simulation haben wir einmal durchgespielt, was bei einem extremen, unrealistischen Wertverfall des Dollars und gleichzeitiger unveränderter Annahme der Erlösprognose in Bezug auf die Rendite eintreten würde. Das Ergebnis ist ein Werterhalt nach Kapitalrückführung immerhin mit 7,85 Prozent jährlicher Rendite bei einem Dollarkurs von 2,13. Bei einem Kurs von 1,88 liegt der Anleger sogar noch im unteren zweistelligen Renditebereich. Es kommt also mehr auf die Qualität des Managements an als auf den Umtauschkurs des Dollars. Derzeit beobachtet man auf dem Markt eher die Tendenz zu einer Euro-Dollar-Parität.

BeteiligungsReport®: Dann sind wir wieder beim Thema. Was macht DNL Real Invest und ihr Exklusivpartner TSO anders?

Wolfgang Kunz: Erster erfolgskritischer Schritt ist der Einkauf – auf Englisch Closing genannt. Natürlich erfolgt bei jedem Objekt eine aufwendige Due Diligence. Schließlich wird der Vitalisierung des Gebäudes eine hohe Bedeutung eingeräumt. Ein kleines Beispiel ist, dass alle Gebäude über zehn Stockwerke eine eigene Kinderbetreuung bekommen. Das erhöht die Vermietbarkeit bei Firmen mit hohem Frauenanteil. Interessierte Finanzdienstleister und Anleger sind herzlich eingeladen, sich davon vor Ort zu überzeugen.

BeteiligungsReport®: Wer darf das neue Produkt von TSO-DNL vertreiben?

Wolfgang Kunz: Für den aktuellen KG-Fonds TSO-DNL Active Property LP, der als operativer US Immobilienfonds durch die BaFin bestätigt wurde, ist ein Vertrieb durch Finanzanlagenvermittler mit der Zulassung nach § 34f Absatz 1 Satz 1 Nr. 3 GewO – also für Vermögensanlagen im Sinne des § 1 Absatz 2 des Vermögensanlagengesetzes – möglich. Davon gibt es knapp 6.700 in Deutschland und hinzu kommen natürlich alle Banken und Finanzinstitute mit §32-KWG-Zulassung. Wir im Vertrieb der DNL Real Invest AG betreuen derzeit in Europa über 600 Vertriebspartner, davon die Mehrzahl in Deutschland. Dabei führen wir laufend Onlineschulungen und auch Workshops durch. Ich selbst stehe gemeinsam mit bekannten Referenten bei Vortragsabenden für die Kunden aktiver Geschäftspartner zur Verfügung und präsentiere die DNL bei Kongressen und großen Vertriebstagungen. In regelmäßigen Abständen empfange ich Vertriebspartner und Kunden in Atlanta, um Objektbesichtigungen vorzunehmen. Die US-Reisen erfolgen in enger Kooperation mit der DNL US Invest Atlanta.

BeteiligungsReport®: Was hat DNL Real Invest in der Zukunft vor?

Wolfgang Kunz: Zunächst konzentrieren wir uns voll auf die Platzierung des anspruchsvollen Eigenkapitalvolumens von 125 Millionen US-Dollar bei unserem aktuellen TSO-DNL Active Property LP. Durch die Vorzugsrendite von acht Prozent und einer Planrendite im zweistelligen Bereich ist die Nachfrage hervorragend. Es ist meines Erachtens das richtige Produkt zur richtigen Zeit. Aber auch wir werden uns im Laufe des Jahres 2015 Gedanken machen, was danach kommt. Zwei Dinge stehen aber fest: Die DNL Real Invest wird im Markt bleiben und sicherlich sich weiter auf US-Immobilien fokussieren.

BeteiligungsReport®: Vielen Dank für das Gespräch.

 


 

Interviewpartner:
Wolfgang Kunz, Vertriebsdirektor der DNL REAL INVEST AG

Quelle: Erstveröffentlichung Beteiligungsreport 1/2015.

Zum gesamten Beteiligungsreport (PDF)

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Die neue Streitschrift „Pseudologie der Finanzpolitik“ erläutert die Lügen der Politik

EZB-Geldschwemme: Jeden Monat entsteht mit 60 Mrd. Euro ein neues Kiel

Landshut, 19.03.2015 – Edmund Pelikan war Banker bei diversen Groß- und Kleinbanken in Deutschland. Heute arbeitet er als Wirtschaftspublizist  und Sachverständiger und nennt sich mit einem Augenzwinkern resozialisiert. Er ist kein naiver Finanzmarktkritiker, sondern einer, der sich für die Freiheit und Mündigkeit aller Beteiligten am Wirtschaftskreislauf einsetzt. Der Unterschied: der erste ruft immer zuerst nach der vermeintlichen Sicherheit durch staatlichen Schutz. Der andere Weg ist, die Finanzbildung der Anleger zu stärken und so die Selbstverantwortung einzufordern.

Dazu dienen die Streitschriften aus der edition geldschule. Vor etwa zwei Jahren war das Büchlein „Monetäre Demenz“ erschienen. Vor Kurzem ist nun die Printausgabe des zweiten Buches auf den Markt gekommen – die „Pseudologie der Finanzpolitik“. Sie konfrontiert den Leser mit der unangenehmen Wahrheit, dass Sicherheit von  Finanzanlagen eine Illusion ist, selbst bei Staatsanleihen. Und es erläutert anhand von Beispielen, dass die Lüge elementarer Bestandteil der Finanzpolitik ist.

Wichtig ist Edmund Pelikan, dass die Leser wieder ein Gefühl für die Größe von Zahlen bekommen. Das eindrucksvolle Bild ist dabei, dass man bei einem Hauspreis von 500.000 Euro und der bekannten monatlichen EZB – Geldspritze rund 120.000 Häuser bauen könnte. Bei den in Deutschland üblichen Haushaltsgrößen von zwei Personen pro Haushalt würde damit Monat für Monat eine Stadt wie Kiel, Aachen oder Chemnitz entstehen.

Lesen und streiten sie mit, nur so lehnen wir, die Anleger und Investoren, uns gegen die monetäre Demenz und die Pseudologie der Finanzpolitik auf. „Pseudologie der Finanzpolitik“ (ISBN 978-3-937853-25-3) von Edmund Pelikan, ist ab sofort als E-Book z.B. bei Amazon für 4.99 Euro und als Printausgabe für 6,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

Zum Autor:Buchcover: Pseudologie der Finanzpolitik
Edmund Pelikan war nach seinem Abitur und einer finanzwirtschaftlichen Ausbildung zunächst in diversen Banken tätig. Seit 2000 ist er „resozialisiert“ und arbeitet als Wirtschaftspublizist und Sachverständiger. Schwerpunktthema seiner Arbeit ist die Evaluierung von Sachwertanlagen und Investmentvermögen. Er ist Gründer der Stiftung Finanzbildung.

Pseudologie der Finanzpolitik
ISBN Print: 978-3-937853-25-3
ISBN E-Book: 978-3-937853-29-1
Verlag: epk media GmbH & Co. KG
Herausgeber: Edmund Pelikan
E-Book: 4,99 Euro
Softcover Taschenbuch: 6,99 Euro

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Repräsentative Studie belegt anhaltend großes Interesse institutioneller Investoren an Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien

Nachhaltige Geldanalgen

© www.shutterstock.com

• 43 Prozent der institutionellen Investoren haben bereits in Erneuerbare Energien investiert, 16 Prozent davon mehr als 200 Millionen Euro
• Über 60 Prozent der Umfrageteilnehmer mit Erneuerbare Energien Anlagen im Portfolio wollen ihre Investitionen ausbauen
• Planbarkeit der Erträge ist für 77 Prozent wichtigster Investitionsgrund
• Luxemburger SICAV ist bevorzugte Investitionsstruktur institutioneller Investoren

Neubiberg/München, 17. März 2015 – 43 Prozent der institutionellen Anleger haben bereits in Erneuerbare Energien Anlagen investiert, mehr als 60 Prozent planen weitere Investitionen, ein Drittel davon in nächster Zukunft. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt eine repräsentative Studie, die die CHORUS Gruppe gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr in Neubiberg unter institutionellen Investoren in Deutschland durchgeführt hat, die insgesamt ein Vermögen von 764 Milliarden Euro verwalten.

Bei professionellen Anlegern wie Versicherern, Versorgungswerken, Stiftungen, Banken und Family Offices stehen Solar-, Wind- und Wasserkraftwerke hoch im Kurs: 71 Prozent von ihnen haben in der Vergangenheit bis zu 50 Millionen Euro investiert, weitere 13 Prozent legten zwischen 50 und 200 Millionen Euro an, 16 Prozent investierten gar mehr als 200 Millionen Euro.

Hauptgrund für eine Investition in diesem Bereich sind für gut drei Viertel der Umfrageteilnehmer die planbaren und stabilen Erträge, gefolgt von der ökologischethischen Verantwortung (44 Prozent) und den geringen Ausfallrisiken, die 28 Prozent der Umfrageteilnehmer als entscheidendes Kriterium angaben. Nicht in den Antwortmöglichkeiten aufgeführt, aber in der Rubrik „weitere Gründe“ mit 23 Prozent am häufigsten genannt, wurde „Diversifikation“. Die institutionellen Investoren halten den Bereich der Erneuerbaren Energien als gut geeignet zur Ergänzung ihres Portfolios.

Dabei setzen die professionellen Anleger mit großer Mehrheit Eigenkapital ein (78 Prozent der Befragten), lediglich zehn Prozent ziehen fremdkapitalbasierte Engagements vor, die restlichen zwölf Prozent der Befragten haben keine bevorzugte Beteiligungsform. Beliebtestes Investitionsvehikel waren Fonds (48 Prozent), gefolgt von Direktinvestitionen (28 Prozent), Dachfonds (18 Prozent) und
Private Equity Beteiligungen (sechs Prozent). Auf die Frage, über welche Strukturierung in der Vergangenheit investiert worden war, nannten 43 Prozent der Umfrageteilnehmer die Luxemburger SICAV Struktur, gefolgt von dem Beteiligungsmodell der GmbH & Co. KG (35 Prozent) und der Limited Partnership, die 16 Prozent der Nennungen erhielt.

Die Energiequellen Sonne, Wind und Wasser bleiben künftig zwar begehrte Investitionsziele der institutionellen Anleger, wechseln jedoch ihre Positionen in der Beliebtheitsskala: 44 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, in Solarenergie investiert zu haben, von denen es über 80 Prozent auch wieder tun wollen. Auf die Frage, in welche Technologien künftig investiert werden soll, nannten jedoch lediglich 27 Prozent der Studienteilnehmer die Solarenergie. Windkraftanlagen sollen dagegen bei 39 Prozent der Befragten im künftigen Portfolio vertreten sein. Dabei zeigt sich zudem erneut die Sicherheitsorientierung der professionellen Anleger: Drei Viertel der Investoren bevorzugen die ausgereifte Technik der Windräder an Land gegenüber den Offshore-Anlagen auf hoher See. Auf dem dritten Platz landen Wasser- oder Pumpspeicherkraftwerke, die für 20 Prozent als geplantes Investitionsziel in Betracht kommen.

„In der unabhängigen und repräsentativen Studie wird das ausgeprägte Sicherheitsbedürfnis der institutionellen Investoren deutlich. Sie suchen nach Anlagemöglichkeiten, die langfristige und planbare Erträge bieten. Mehr als 80 Prozent der Studienteilnehmer sprach sich deshalb für ein Investment in Deutschland beziehungsweise Europa aus, nicht zuletzt weil die Regierungen der EUMitgliedstaaten durch verschiedene Vergütungssysteme ihr Bekenntnis zur Energiewende zum Ausdruck gebracht haben,“ sagt Holger Götze, Vorstandsvorsitzender der CHORUS Clean Energy AG.

Hintergrundinformationen zur Studie „Energiewende in Deutschland: Finanzierungsmöglichkeiten für institutionelle Investoren“:

Die Leitung der Studie hatte Prof. Dr. Manfred Sargl, Professor für Finanzwirtschaft und Controlling an der Universität der Bundeswehr in München/Neubiberg. Für die Studie wurden im August 2014 Institutionelle Kapitalanleger mit einem verwalteten Vermögen von 1,8 Billionen Euro befragt. In die Auswertung sind die Antworten von professionellen Investoren mit Assets under Management in Höhe von 764 Milliarden Euro eingeflossen. Den größten Anteil unter den Antwortgebern hatten Versorgungswerke (28 Prozent), gefolgt von Versicherungen (20 Prozent), Stiftungen/kirchlichen Einrichtungen (18 Prozent), Unternehmen (11 Prozent), Family Offices (7 Prozent) und Banken (6 Prozent). Der verbleibende Teil in Höhe von 10 Prozent entfiel auf „Sonstige“. In dieser Kategorie wurden Consultants, Pensionskassen, Assetmanager und kommunale Einrichtungen zusammengefasst.

Quelle: Chorus Clean Engergy AG

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A 380 hat eine Zukunft

dr-peters-bild-anzeige_webKommentar von Edmund Pelikan

Landshut, 17.03.2015 – Zum Jahreswechsel 2014/2015 wurde wieder einmal eine Meldung durch das Finanzmarktdorf getrieben. Die Produktion von A380 stehe vor dem Aus. Besonders da zahlreiche Emissionen in der neue AIF Welt auf dieses Fugzeuginvest setzten, erkundigte sich die Redaktion des BeteiligungsReports an profunder Stelle. Von Herrn Gehling aus dem Hause Dr. Peters, Dortmund, bekamen wir am Rande des Fondskongresses in Mannheim zu den Mutmaßungen bezüglich der Einstellung der A380 Produktion folgende Aussage: 

„Die öffentlichen Mitteilungen von Airbus anlässlich der Investorenkonferenz in London haben zunächst nur die Auswirkung, dass öffentliche Spekulationen und Diskussionen geführt werden, die nach unserer Einschätzung dem Sachstand gar nicht entsprechen. Das häufig in der Presse zu lesende Zitat von Herrn Harald Wilhelm, CFO der Airbus Group, kann ich nicht bestätigt finden. Herr Wilhelm hat lediglich mitgeteilt, dass die Produktion des A 380 ab 2015 und auch in den Jahren 2016 und 2017 „break even“ verlaufen werde, und dass dies auch für 2018 gelte, unabhängig davon, ob etwas am Produkt gemacht wird und selbst dann, wenn Airbus (zu verstehen als „theoretisch“) die Produktion des A 380 einstellen würde. Nach meiner Einschätzung enthält die Mitteilung ausschließlich den Hinweis, dass Airbus neben dem Break-Even-Aspekt in der Produktion zunächst einen Rückfluss der Entwicklungskosten für den A 380 in seiner jetzigen Konfiguration erwartet, bevor nun voreilig – wie beispielsweise von Emirates teilweise gefordert – über eine kostenintensive Weiterentwicklung des A 380 nachgedacht wird. Für uns eine konsequente und richtige Vorgehensweise. Wir haben angesichts der verschiedenen Pressemeldungen am vergangenen Donnerstag auch Kontakt zu dem Chef der Airbus Group, Tom Enders, aufgenommen, der uns persönlich versichert hat, dass keiner der Top-Manager von Airbus auf der Investorenveranstaltung in London über einen Abbruch des A 380-Programms spekuliert hat. Im Gegenteil, so Tom Enders, hätten sich alle optimistisch zu den Perspektiven des A 380 geäußert. Diese Aussage von Tom Enders hat für unser Haus maßgebliche Aussagekraft. In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass Airbus selbst den A 380 in seiner ebenfalls am 11. Dezember 2014 gehaltenen Investorenpräsentation als „Undisputed Industry Flagship“ bezeichnet hat.

Angesichts der vorstehenden Mitteilung von Tom Enders sehen wir derzeit kein Risiko, dass der Veräußerungserlös bzw. der Gebrauchtpreis für einen A 380 wegen der augenblicklichen öffentlichen Diskussion gegenüber den Prospektannahmen signifikant sinkt. Generell sind die Gutachterwerte für einen A 380 in der vergangenen Zeit gestiegen. Wir gehen in unseren Kalkulationen aber ohnehin von Mittelwerten aus und nicht von Höchstannahmen. Zudem berücksichtigen wir in den Kalkulationen stets nur Half-Life-Return, obwohl wir beispielsweise bei dem aktuellen Produkt mit Air France Full-Life-Return vereinbart haben. Nach unserer Bewertung kann zwischen diesen beiden Annahmen schnell ein Wertvorteil von USD 15 bis 20 Mio. liegen, den wir als Reservepuffer kalkulatorisch aber unberücksichtigt lassen. Ungeachtet der aktuellen Diskussion ist zu betonen, dass der Flugzeugmarkt positiven wie auch negativen Schwankungen unterliegen kann. Daran wird sich auch wegen der aktuellen öffentlichen Diskussion nichts ändern.“

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IntReal und Bouwfonds Investment Management wählen CACEIS als Verwahrstelle für Immobilienfonds

 

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München, 12.03.2015 – Die IntReal International Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (IntReal) hat die CACEIS Bank Deutschland GmbH damit beauftragt, für einen Immobilienfonds die Verwahrstellenaufgaben nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) zu übernehmen.

Der geschlossene Publikums-AIF investiert in Parkhäuser in den Niederlanden. Als Assetmanager fungiert die Berliner Bouwfonds Investment Management Deutschland GmbH. Bis 2013 hatte die Bouwfonds Gruppe geschlossene Immobilienfonds eigenständig aufgelegt. Nach Einführung des KAGB nutzt das Unternehmen die Plattform der in Hamburg ansässigen Service-KVG IntReal

Quelle: CACEIS Investor Services

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Lloyd Fonds AG: Vorläufiges positives Konzernergebnis für 2014

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Hamburg, 12.03.2015 – Das vorläufige Ergebnis der Lloyd Fonds AG im Jahr 2014 erhöht sich von geplanten 0,7 Millionen Euro nach Steuern auf 1,2 Millionen Euro. Dieses Ergebnis steht jedoch noch unter dem Vorbehalt, dass die geplante Transaktion, bei der die Lloyd Fonds AG elf Schifffahrtsgesellschaften das Angebot zur Übernahme der Schiffsbetriebe im Rahmen einer Barkapitalerhöhung gemacht hat, realisiert wird. Andernfalls läge das Jahresergebnis wie geplant bei 0,7 Millionen Euro.

Nach dem Vorjahresergebnis von 1,1 Millionen Euro ist dies das zweite Jahr in Folge mit einem positiven Jahresergebnis. Neben der aktiven Verwaltung des Asset-Bestandes mit über 1,6 Milliarden Euro Eigenkapital under Management und den daraus generierten wiederkehrenden Erlösen bilden neue Strukturierungs- und Platzierungstätigkeiten das wirtschaftliche Fundament der Lloyd Fonds AG. Die positiven Ergebnisse der letzten beiden Jahre unterstreichen, dass die Lloyd Fonds AG ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell hat. Mit der geplanten Transaktion und der Entwicklung zur Schifffahrt AG wird dieses Geschäftsmodell weiter gestärkt werden. Wenn die Transaktion in diesem Jahr durchgeführt wird, werden – wie in solchen Fällen üblich – sämtliche mit der Transaktion verbundenen Kosten nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt, sondern direkt in das Eigenkapital gebucht.

Quelle: Lloyd Fonds AG

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2015 weiterhin hohe Investmentdynamik auf europäischen Büroimmobilienmärkten

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London/Frankfurt, 11.03.2015 – Die hohe Dynamik auf den europäischen Büroimmobilien-Investmentmärkten könnte auch 2015 anhalten, profitierend vom weiter starken Wettbewerb europäischen und globalen Eigenkapitals, das nach Investmentmöglichkeiten in ganz Europa sucht. Kreditfinanzierungen zu historisch niedrigen Kosten sorgen für zusätzliches Kapital, dynamisieren die Marktaktivitäten und die Preise. Asiatisches, US-amerikanisches und globales Kapital dürften die Performance der größten Büroimmobilien-Märkte in Europa durch Direktinvestitionen oder durch Partnerschaften mit europäischen Playern weiter vorantreiben. Neue Kapitalquellen werden europaweit darüber hinaus aber auch im Wettbewerb mit europäischen institutionellen Investoren stehen. Investoren werden ihren geografischen Anlagefokus auf der Suche nach adäquaten Renditen ausweiten. Auch Spanien und Italien werden von diesen Entwicklungen profitieren und mehr Kapital anziehen.

JLL geht davon aus, dass die starke Investoren-Nachfrage und attraktive Kreditmärkte weiter für Druck auf die Büro-Spitzenrenditen vor allem in den drei größten Märkten Großbritannien, Deutschland und Frankreich sorgen werden. Insgesamt ist 2014 die Spitzenrendite für Büroimmobilien in Europa um 20 Basispunkte auf 4,85% gesunken.

Neben der Kreditverfügbarkeit, den niedrigen Zinsen und dem billigen Euro, allesamt Treiber der bemerkenswerten Rallye auf den Investmentmärkten, zeigte sich in der zweiten Hälfte 2014 auch eine Erholung auf den Nutzermärkten mit anziehenden Aktivitäten ebenso in kleineren Märkten wie Brüssel, Luxemburg, Barcelona, Mailand und Prag. Diese Entwicklung dürfte 2015 eine Fortsetzung finden. In Märkten wie London City und West End wird der anhaltende Mangel von 1A-Büroflächen die Spitzenmieten weiter nach oben treiben. Ein starker Rückgang der Incentives in Madrid, Dublin und in geringerem Maße in Amsterdam deutet ebenfalls auf einen weiteren Mietpreisanstieg in diesem Jahr hin.

Quelle: JLL Germany


Pressemitteilung als PDF

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Aus dem BR-Magazin: Deutsche lieben Autos – und Parkhausinvestments

Bouwfonds IM bringt den ersten Publikumsfonds nach neuem Recht auf den Markt

 

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Als AIF am Markt: zweites Parkhausportfolio für Retailanleger © Bouwfonds IM

Landshut, 10.03.2015 – Die deutsche Investmenttochter Bouwfonds IM der niederländischen Rabobank hat geschafft, was viele nicht geglaubt haben: ein zweites Parkhausportfolio als Publikums-AIF auf den Markt zu bringen. Nicht, dass man es der Truppe um Roman Menzel nicht zugetraut hätte. Nein, aber die Angebote rund um das Parken sind rar und selten. Hier zählt Marktzugang. Der erste Fonds dieser Machart wurde von den Anlegern bereits sehr positiv aufgenommen, nicht nur wegen einer zugrundgelegten 45-jährigen Mietvertragslaufzeit in allen sechs Parkhäusern, sondern weil Parkhausinvestments sich die privaten Investoren vorstellen können.

Beispielsweise in Mannheim, wo das nachfolgende Interview mit Roman Menzel und Arndt Wallenhorst im Januar 2015 geführt wurde, suchten Besucher des Fondskongresses oft über eine Stunde nach einer geeigneten Parkmöglichkeit, da alle Parkhäuser bereits kurz nach Beginn der Veranstaltung voll waren. Und so geht es vielen Autofahrern in den Innenstädten. Der BeteiligungsReport hat nachgefragt, wie Anleger von dieser Situation profitieren können und was sich durch die Regulierung am Fondskonzept geändert hat:

BeteiligungsReport®: Was sind die Parallelen zum Vorgängerfonds?

Arndt Wallenhorst: Der Fonds investiert wieder in den Niederlanden, und es sind wieder sechs konkrete Objekte zu einem Portfolio zusammengefügt. Beim ersten Parkingfonds hatten wir sechsmal  Q-Park als Mieter, diesmal werden fünf Objekte von Q-Park gemietet und bewirtschaftet. Beim sechsten Standort in Amsterdam ist die Gemeinde Amsterdam der Mieter.  Betrieben wird dieses Objekt von der Parkeergebouwen Amsterdam, dem städtischen Parkunternehmen der Gemeinde Amsterdam.

BeteiligungsReport®: Werden grundsätzlich alle durch Q-Park angebotenen Parkhäuser von Ihnen gekauft?

Roman Menzel: Nein, im konkreten Fall hat eines der angebotenen Parkhäuser unseren hauseigenen Due Diligence Prozess nicht bestanden und ist aussortiert worden. Denn alle Parkhäuser müssen den Wirtschaftlichkeits- und Qualitätskriterien von Bouwfonds IM entsprechen.

BeteiligungsReport®: Von welchem Investitionsvolumen sprechen wir hier?

Roman Menzel: Insgesamt werden 97 Millionen Euro Fondsvolumen investiert. Davon werden wir 55 Millionen Euro Eigenkapital einsammeln, und die verbleibende Summe wird über Fremdkapital dargestellt. Da wir als Bouwfonds IM nachhaltig an diese Asset Klasse Parking glauben, werden wir selbst mit drei Millionen Euro langfristig investiert bleiben. Das entspricht rund fünf Prozent des Eigenkapitals und ist selbstverständlich auch ein starkes Signal des Emittenten für die Anleger. Es unterstreicht das gleichgerichtete Interesse zwischen Anbieter und Anleger.

BeteiligungsReport®: Welche Unterschiede gibt es zum ersten Fonds, der ja noch in der alten Anlagewelt realisiert wurde?

Arndt Wallenhorst: Der Unterschied auf der Objektseite ist, dass neben fünf innerstädtische Lagen nun auch ein Kranken-hausstandort dazugekommen ist. Diesen sehen wir als komplett konjunkturunabhängig. Schließlich suchen sich die Menschen nicht aus, in welcher wirtschaftlichen Lage sie krank werden. Wir haben hier einen der bedeutendsten Klinikstandorte in den Niederlanden, der vom Betrieb des Parkhauses her eine absolute Cashcow darstellt. Hinzu kommt, dass das Fondsvolumen sich etwas vergrößert und sich die Ankaufsrendite auf 6,6 Prozent sogar leicht verbessert hat. Die Parkhäuser sind aber auch etwas größer geworden, von 900 Parkplätzen in Zaandam bis zu 1450 Stellplätzen bei dem Krankenhausstandort. Aber auch auf der Mietvertragsseite haben wir eine Verbesserung für den Anleger in Bezug auf die Instandhaltung erreicht. Neben der sehr dezidierten Zuordnung der einzelnen Leistung in diesem Punkt haben wir für den neuen Fonds bei den fünf Objekten, bei denen Q-Park Mieter ist, während der ersten zehn Jahre volle Mieterverantwortlichkeit der Kosten mit Ausnahme eines jährlich indexierten Pauschalbeitrags von 50 Euro pro Stellplatz pro Jahr. Das bedeutet eine gute Kostensicherheit für den Fonds und damit für den Anleger. Hinzu kommt eine durchschnittliche Mietlaufzeit von 38 Jahren.

Roman Menzel: Der Unterschied bei der Konzeption im Rahmen des Kapitalanlagegesetzbuchs liegt in der Neukonstellation unter Einbindung einer Kapitalverwaltungsgesellschaft. Wir haben uns für eine sehr erfahrene entschieden, die IntReal aus dem Warburg-Konzern. Dafür sind die Weichen schon früh gestellt worden, weil wir auch im Institutionellen Bereich mit externen Kompetenzunternehmen seit Jahren hier zusammenarbeiten. Eine eigene KVG ist nicht geplant. Neu ist auch die Verwahrstelle, die auch ihre Berechtigung hat. Hier haben wir uns für Caceis in München entschieden, auch ein erfahrener Player. Kostenmäßig gehen wir davon aus, dass es dem Anleger auf Dauer etwa 0,3 bis 0,5 Prozent Rendite kosten wird. Kurz gesagt: Beide Fonds sind ähnlich und doch leicht anders!

BeteiligungsReport®: Welche Fantasie besteht bei einem Parkhaus beim Verkauf?

Roman Menzel: Grundsätzlich planen wir ja mit einer Laufzeit des Fonds von elf Jahren. Nach zehn Jahren werden wir uns die Einnahmen der Parkhäuser ansehen und eventuelle Anpassungen bei den Mietverträgen vornehmen. Da ja auch Parkhäuser nach dem Ertragswert bewertet werden, steigt damit automatisch mit steigendem Mietertrag – wovon wir ausgehen – auch der Wert und damit ein möglicher Verkaufspreis. Hinzu kommt, dass insbesondere die Innenstadtlagen nicht so einfach duplizierbar sind und es sich deshalb um Unikate handelt. Und allein die Marktpreisanpassungen, aber auch Inflation in Kombination mit einem indexierten Mietvertrag wird unseres Erachtens zu steigenden Preisen führen. Nicht zu vergessen: Bei einem Verkauf in elf Jahren ist noch eine Mietvertragslaufzeit von durchschnittlich 27 Jahren vorhanden.

BeteiligungsReport®: Wie sieht die Renditeerwartung bei dem neuen Fonds aus?

Arndt Wallenhorst: Wir gehen derzeit von einer Anfangsausschüttung von sechs Prozent aus, stellen aber im Prospekt bewusst verschiedene Sensitivitäten dar. Wichtig ist uns, dass wir nur das auch ausschütten, was wir erwirtschaften. Alle Parkhäuser sind vermietet und in Betrieb. Keines muss erst noch etabliert werden. Wir sprechen also über ehrliche Cash-Flow-Überschüsse. Dies ist nicht nur für Publikumsanleger wichtig, sondern zum Beispiel auch für manchen institutionellen oder semiinstitutionellen Anleger wie Stiftungen. Denn diese dürfen für den Stiftungszweck nur den Teil der Auszahlungen verwenden, der auch dem handelsrechtlichen Ergebnis entspricht.

BeteiligungsReport®: Wie werden die Änderungen vom Markt angenommen?

Roman Menzel: Wir bekommen absolut positive Rückkopplung vom Markt. Auch die Darstellung eines Prognosekorridors, der verschiedene Sensitivitäten abbildet, wird von unseren Vertriebspartnern verstanden und akzeptiert. Alles andere in der Vergangenheit muss als Scheingenauigkeit gewertet werden.

BeteiligungsReport®: Wie sieht die Nachfrage aus?

Arndt Wallenhorst: Die Nachfrage im Vertrieb ist wirklich hoch. Wir rechnen mit einer raschen Platzierung. Viele kennen die Assetklasse aus dem Vorgängerfonds, und wir sind derzeit die einzigen Anbieter. Durch den notwendigen Marktzugang werden wir wahrscheinlich auch ein exklusiver Anbieter in diesem Marktsegment bleiben. Aber auch wir können nicht so einfach bereits heute einen Nachfolgefonds in Aussicht stellen, da die Projekte rar sind und die Beschaffungsseite sehr schwierig ist. Deshalb ist dieser AIF zunächst einmal wieder ein Unikat. Das wird sich auch in der schnellen Platzierungszeit zeigen, da viele Vertriebspartner aus dem ersten Publikumsfonds neben neuen Vertriebsadressen und institutionellen Investoren wieder mit an Bord sind.

BeteiligungsReport®: Zum Schluss: Was ist das Sahnehäubchen des Investments?

Roman Menzel: Die Assetklasse an sich, sehen sie allein die langfristen Mietverträge. Ein Parkhaus ist für den Anleger als Investition an sich plausibel. Die Akzeptanz bei dem Investor ist in der Regel von vorneherein da.


Interviewpartner der Bouwfonds IM Deutschland GmbH :
Roman Menzel, Head of Private Investors Germany
Arndt Wallenhorst, Product und Key Account Manager Private Funds

 

Zum Artikel im BeteiligungsReport (PDF)

Zum gesamten BeteiligungsReport (PDF)

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Aus dem BR-Magazin: Zahlenwelt verwirrt Presse wie Branche gleichermaßen

Belastbare Zahlen der platzierten Sachwertanlagen werden von der Bundesbank erwartet – die Branche liefert diese nicht

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Bilder: shutterstock.com

 

 

Landshut, 10.03.2015 – Der bsi Summit – der Branchentreff des Sachwerteverbandes – war traditionsgemäß Anfang Februar jeden Jahres der Hort, an dem die Vertriebszahlen und die Bestandszahlen des Bundesverbandes Sachwerte und Investmentvermögen bekannt gegeben wurden. Seit 2015 ist dies nicht mehr der Fall. Die 35 Mitglieder haben entschieden, dass sie genügend andere Arbeit hätten, um belastbare Zahlen für die Veranstaltung aufzubereiten.

Zum Beispiel steht seit 8. Januar 2015 die Zahlenaufbereitung für die Bundesbank an, und auch die langwierigen Genehmigungsprozesse bei der Produktzulassung binden Ressourcen. Dies ist sicherlich richtig. Doch darf man deshalb diese wichtige Transparenzoffensive der Branchenzahlen vernachlässigen?

Die versammelten Journalisten waren sich am 3. Februar, dem Tag der Pressekonferenz, einig: dieses Defizit wird sich rächen. Und tatsächlich war es sogar schon einen Tag später der Fall. Journalisten der großen Zeitungen wie WELT und Handelsblatt interpretierten die Zahlen falsch. Es war von platziertem Eigenkapital von 700 Millionen Euro die Rede und nicht richtigerweise von 81 Millionen Euro. Und vor allem wurde die Sachwertewelt auf KAGB-konforme Produkte reduziert, was nicht der Realität entspricht. Allein Millionen an tatsächlich vertriebenem Eigenkapital wie zum Beispiel durch den US-Immobilienspezialisten TSO-DNL oder Windkraftfondsemittenten Lacuna tauchen in der Statistik nicht auf. Bei diesen Produkten handelt es sich nämlich um operative KG-Fonds mit BaFin-Gestattung nach dem Vermögensanlagegesetz. Aber auch zahlreiche Sachwertanlagen in Verpackung wie Anleihen, Zertifikaten oder SICAV wurden nicht gewertet.

Wurden diese anderen Strukturen generell missachtet? Nein, und das macht die Inkonsequenz dieser Darstellung des bsi aus. Denn im Segment der institutionellen Investoren wurde eine Zahl von 5,4 Milliarden Euro Anlage bei investierenden Bestandsfonds oder über ausländische Strukturen oder sonstige Strukturen für semiinstitutionelle bzw. professionelle Anleger gewertet. Vollens erstaunt ist man über den Begriff „investierende Bestandsfonds“. Das bedeutet wohl, wenn ein Altfonds sein Immobilienportfolio umschichtet, wird daraus kommunikativ ein Neugeschäft. Allein dadurch wird die Überschrift der bsi-Pressemeldung „bsi-Mitglieder investieren 2014 mehr als 10 Milliarden Euro neu in Sachwerte“ zu einer Aussage ohne Wert.

Offen bleibt auch, ob die erfolgreichen Platzierungen von Nicht-bsi-Mitgliedern in die Statistik eingeflossen sind. So ist als Beispiel der Hamburger Sozialimmobilienexperte IMMAC mit einem Platzierungsvolumen von um die 20 Millionen Euro Eigenkapital erfolgreich 2014 gestartet und konnte den ersten AIF-Fonds in Rekordzeit schließen. Inzwischen ist bereits der 4. AIF aus dem Hause IMMAC auf dem Markt. Also eigentlich ein Aushängeschild der neuen Welt, ohne dass dieses Haus Widerhall beim bsi Summit findet. Eine ähnliche Positivstory hatte der Zweitmarkt- und Immobilienfondsspezialist HTB mit der Zulassung eines AIF-Zweitmarktproduktes geschrieben. Aus dem bsi war noch 2014 zu hören, dass unter dem KAGB kein Zweitmarktfonds möglich ist. Schön, dass die Realität immer die besseren Geschichten schreibt.

Aber nicht nur im Bereich Neuprodukte werden Zahlen politisch interpretiert. Auch in der Kategorie Asset under Management geht der Verband diesen Weg. Die Bestandsverwaltung sieht die Verbandsspitze nun als Kernkompetenz der bsi-Mitglieder. Hier kann man mit dreistelligen Milliarden glänzen. Dort zu flunkern ist zwar verständlich und wahrscheinlich von den Mitgliedern so gewollt, ist aber kontraproduktiv, um neues Vertrauen bei Publikumsanlegern zu gewinnen. Bei der Präsentation der Zahlen war die Botschaft auf dem Summit, dass zumindestens bei der Bestandsverwaltung ein Zuwachs erzielt wurde. Die entsprechende Folie sprach von „Gehen aufwärts“ und hervorgehoben in einem gelben Kreis „um 18%“.

Steigerung um 18 Prozent mag ein unbefangener Beobachter sagen, das ist schon eine Hausnummer. In der nachfolgenden Folie wird die Zahl nun erläutert. Der Bestand des Vorjahres wurde mit 125,1 Milliarden Euro vorgeschrieben. Hinzugerechnet wurden die 10,3 Milliarden Euro, die weiter oben in diesem Text bereits als „neue“ Investitionen in Sachwerte durch Verbandsmitglieder kritisch kommentiert wurden. Weiter wird ein Netto-Zuwachs durch Bewertungsergebnisse von über 11,6 Milliarden Euro positiv verrechnet. Nun kann sich der kritische Autor zwar vorstellen, dass Immobilien an Wert zulegen konnten. Müssen dann aber nicht nahezu 100 Prozent der Schiffe abgewertet oder komplett abgeschrieben werden? Was bleibt dann noch übrig? Und selbst bei Immobilien stellen Büro- und Gewerbeimmobilien bei fehlenden Mietern durchaus Abschreibungspotentiale dar. Ich darf hier nur an die Berichterstattung über den Lebens- und Investitionszyklus der Immobilie Taunusanlage 11 erinnern. Zur kompletten Fehlinterpretation der Zahlen verleitet dann aber noch die Steigerung um 28 Prozent, wenn man die Mitgliederzugänge bsi berücksichtigt. Auch hier gilt wieder das alte Sprichwort: Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Bei aller Kritik muss man aber sagen: Sachwerte haben in Zeiten von Nullzins und Geldschwemme nicht nur ihre Berechtigung, sondern sollten an Bedeutung gewinnen. Auch ist die Idee einer gemanagten Sachwertanlage weiterhin schick und sinnhaft, wenn man den richtigen Partner dazu findet. Ausdrücklich kann man auch die Richtigkeit der Aussage von bsi-Vorstandschef Oliver Porr hervorheben, dass jeder, der sich eine Eigentumswohnung kauft, über eine alternative Investiton in beispielsweise fünf Sachwertanlagen nachdenken sollte.

Sicher ist aber auch: Der Verband hat bei seiner Tagung trotz eines Plädoyers von Prof. Bert Rürup für Sachwerte ohne Gold durch die Angreifbarkeit seiner Zahlenwelt und das Signal von mangelnder Transparenz eine wichtige Chance verpasst, die Sachwertanlage für Publikumsanlagen nach dem geschichtsträchtigen Januar 2015 mit dem Verfall von Geldwerten als wichtige Anlagealternative zu empfehlen. Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Bundesbank diese wichtige Lücke schließt.

Vom bsi Summit 2015 wird die Botschaft bleiben: Dem Verband sind institutionelle Sachwertinvestoren am wichtigsten. Publikumsanleger sind als Beimischung ok, wenn sie aber nicht zu anspruchsvoll sind. Der in der Präsentation formulierte Satz „2015 gilt es, Privatanleger neu zu begeistern“, verhallte in den Hallen des Frankfurter Congress Centers scheinbar ungehört.
Edmund Pelikan, Quelle: Erstveröffentlichung im BeteiligungsReport 1-2015


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Zum BeteiligungsReport (PDF)

 

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Ein Selbstdenker übernimmt die Bundesanstalt

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Felix Hufeld © frank-beer

Felix Hufeld wird BaFin-Präsident

Landshut, 05.03.2015 – Als Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht kann man sich nicht klassisch bewerben. Man wird vorgeschlagen und berufen. Und nicht durch irgendjemanden, sondern durch das Bundeskabinett. Dies ist am 04. Februar 2015 geschehen, nachdem die bisherige BaFin-Chefin Dr. Elke König nach Brüssel als Chefin des europäischen Abwicklungsmechanismus für Banken berufen wurde. Der Wechsel vollzieht sich im März 2015. Bereits König hatte ihre beruflichen Wurzeln in der freien Wirtschaft.

Und daran schließt sich der Werdegang von Felix Hufeld nahtlos an und potenziert sich in der Wirtschaftskompetenz. Geboren ist Hufeld in Mainz 1961. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der Jurist, der Rechtswissenschaft in Mainz und Freiburg studierte, hat seinen Abschluss in Havard mit einem Master ergänzt.

Allein das zeigt, dass nachhaltiges Interesse an der Logik der wirtschaftlichen Zusammenhänge besteht.

Nach einer Tätigkeit als Rechtanwalt schloss sich die Unternehmensberatung mit Schwerpunkt Banken und Finanzdienstleister bei der Boston Consulting Group an. Es folgten als Arbeitgeber die Dresdner Bank und der internationale Versicherungsmakler und Risikoberatungsunternehmen Marsh. Danach kamen zwischen 2010 bis 2012 verschiedene Mandate als Geschäftsführer, Gesellschafter und Aufsichtsrat. Dieser Weg führte den Pfälzer dann zur BaFin als Exekutivdirektor für Versicherungsaufsicht.

In seiner jetzigen Funktion machte Hufeld vor einem Jahr positive Schlagzeile, als er vor Studenten Tacheles redete und dies den oft politisch geprägten Worthülsen von Spitzenbeamten entgegensetzte. Medien waren überrascht und erfreut zugleich. So ist aber Felix Hufeld auch in seinen früheren Positionen aufgefallen. Er gilt als direkt, kompetent und bisweilen fordernd. Ein Mitglied eines Bankprojektes aus Hufelds Boston Consulting Zeit ist heute noch beeindruckt von der zielorientierten, hochintelligenten und ausbalancierten Art und zieht als Resümee: „Felix Hufeld bringt einen unbedingten Gestaltungswillen mit.“ In der WamS vom 8. Februar wird der künftige BaFin-Präsident von einem hochrangigen Banker wie folgt beschrieben: „Felix ist ziemlich klug!“

Der künftige BaFin-Chef übernimmt keine leichte Aufgabe. Auch deshalb, da er sich auf einen Beamtenapparat stützen muss. Das ist nicht von vorneherein ein Manko, aber es ist nicht die freie Marktwirtschaft. Die Aufsicht über die größten systemrelevanten Finanzinstitute hat die Aufsichtsbehörde bereits an die EZB abgeben müssen. Als zukünftiger Schwerpunkt gilt eher der Verbraucherschutz. Sicher ist, dass Hufeld, wenn die Charakterisierung aus vielen Quellen zutrifft, diesen Ausverkauf der BaFin mit diplomatischem Geschick und politischer Finesse aufhalten wird. Klar ist aber auch, dass die BaFin einen Mann an die Spitze bekommt, der die Finanzwirtschaft nicht nur vom Hörensagen kennt. Das ist gut und darf einiges erwarten lassen. Wunder darf man weder erwarten noch fordern. Als größte Errungenschaft darf gesehen werden, dass nun neben der Bundesbank auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht einen Selbstdenker an der Spitze hat.
Quelle: Erstveröffentlichung im BeteiligungsReport 1-2015

 Beitrag aus dem BeteiligungsReport als PDF

 

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