Berlin, 13.12.2017 – Scope attestiert dem Unternehmen insgesamt eine sehr hohe Asset Management Qualität und Kompetenz und würdigt die stetigen Verbesserungen, die im Unternehmen sichtbar werden.

Die LHI Leasing GmbH (LHI) zeichnet sich durch ein diversifiziertes Geschäftsmodell aus. Standbeine sind die Bereiche Leasinggestaltungen und strukturierte Finanzierungen, Bestandsverwaltung von Immobilienportfolios sowie sachwertgedeckten Kapitalanlagen (Das Asset Management Rating bezieht sich auf den letztgenannten Bereich).

Entsprechend des breit diversifiziertes Geschäftsmodells kann die Gesellschaft aufgrund gut planbarer Verwaltungsvergütungen eine stabile Einnahmebasis mit hoher Fixkostendeckung vorweisen. Die eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft übernimmt die zentralen Aufgaben im Risiko-, Portfolio- und Asset Management.

Mit ihrem breiten und innovativen Produktangebot richtet sich die LHI vor allem an institutionelle Kunden, wobei hier die Flexibilität und die Strukturierungskompetenzen der inhabergeführten Gesellschaft zum Tragen kommen. Produkte werden exklusiv für Investoren konzipiert und gewährleisten dadurch eine hohe Individualität. Darüber hinaus demonstriert die LHI weiterhin auch Präsenz bei Retailprodukten, u.a. mit dem geschlossenen Publikums-AIF LHI Immobilienportfolio Baden-Württemberg I.

Hinsichtlich der einzelnen Assetklassen stellt der Bereich Real Estate weiterhin ein großes Übergewicht, das mehr als drei Viertel des verwalteten Vermögens ausmacht. Hier verfolgt die LHI eine konservative und selektive Ankaufspolitik, deren Fokus auf Core-Immobilien in liquiden und etablierten Topinvestmentregionen der DACH-Region liegt, die aber auch ausgewählte B- und C-Standorte einschließt. Investmentprodukte mit Regionalfokus stießen dabei auf hohe Marktnachfrage und sollen entsprechend Nachfolger finden. Scope bewertet den Zugang zu Assets als sehr gut und sieht die schnellen Ausplatzierungen und die hohe Akzeptanz bei Vertrieben positiv.

Im Bereich Aviation, dem gemessen am verwalteten Vermögen zweitgrößten der Gesellschaft, verwaltet die LHI Flugzeug- und Triebwerkfonds. Die Strategie sieht hier Investitionen in vielseitige und treibstoffeffiziente Narrowbody-Flugzeuge von Boeing und Airbus bzw. in neue oder junge Triebwerke vor. Scope sieht es positiv, dass die LHI für die Flugzeugfonds inzwischen die Leasingverträge mit einer namhaften Fluggesellschaft langfristig verlängern konnte. Produktinitiativen wie etwa eine geplante Leasingplattform für Helikopter in Partnerschaft mit einem führenden Hersteller sind in Planung.

Der Bereich Renewables konnte in den vergangenen Jahren zwar hinsichtlich des verwalteten Vermögens aufholen, bleibt aber noch knapp hinter dem Bereich Aviation zurück. Die LHI konnte ihre Strategie von EEG-geschützten Investitionen in Wind- und Solarparks an etablierten Standorten und Regionen in Deutschland und Frankreich bislang fortsetzen. Scope sieht das Unternehmen allerdings vor den wachsenden Herausforderungen einer schrumpfenden Verfügbarkeit von adäquaten Wind- und Solarparks hierzulande sowie allgemein sinkender Renditen. Die Notwendigkeit eines Eintritts in neue geografische Märkte sowie die Etablierung marktbasierter Vergütungssysteme bringt weitere Risikoelemente mit sich. Scope sieht es positiv, dass durch erweiterte Personalkapazitäten inzwischen auch technische Aspekte des Asset Managements besser intern abgedeckt werden können.

Die Qualität der Prozesse entspricht einem sehr hohen, institutionellen Standard. Die weiterentwickelte vollintegrierte IT- und Prozesslandschaft bildet die Grundlage für effiziente Prozesse und effektive Anlegerkommunikation. Hervorzuheben sind hier Verbesserungen im Risikocontrolling, wodurch ein größeres Spektrum an Risiken besser und umfangreicher bereits in früheren Investitionsphasen berücksichtigt werden kann.

Negativ wird von Scope gewertet, dass die LHI nach wie vor keine ausgewiesenen segmentübergreifenden Researchkapazitäten unterhält.

Quelle: Scope Analysis GmbH