Berlin, 29.01.2018 (Marktnews): Laut Medienberichten vollziehe Niedersachsen bei der Grundsteuer-Reform eine Kehrtwende. Den vom Bundesrat bereits Ende 2016 angenommenen Gesetzentwurf für ein Kostenwertmodell anstelle der alten Einheitsbewertung halte der neue niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) für sehr verwaltungsaufwendig. Niedersachsen hatte gemeinsam mit Hessen das Kostenwertmodell im Bundesrat eingebracht.

„Wir bestärken den niedersächsischen Finanzminister in seiner Meinung. Die Grundsteuer muss einfach, transparent und aufkommensneutral sein“, sagt Dr. Hans Volkert Volckens, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Steuerrecht. „Eine Reform ist zwingend notwendig, doch darf sie nicht zu einer bürokratischen Explosion führen und die steuerliche Belastung für Eigentümer und Mieter erhöhen. Wir können daher nur für das sogenannte Südländer-Modell plädieren. Hierbei werden ausschließlich die Grundstücks- und Gebäudegrößen als Berechnungsbasis für die Grundsteuer verwendet. Aufkommensneutralität und Administrierbarkeit blieben gewahrt – das sollte auch das Ziel der neuen Bundesregierung sein.“

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.