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Frankfurt, 05.04.2018 – Aggregiert über alle sieben Immobilienhochburgen wurden zwischen Januar und März knapp 900.000 m² vermietet oder an Eigennutzer verkauft, gut 5 % über dem langjährigen Mittel seit dem ersten Quartal 2010, minus 15 % allerdings gegenüber dem 1. Quartal 2017. „Für die kommenden Quartale rechnen wir in Folge der guten Konjunktur und des florierenden Arbeitsmarktes mit einer weiterhin hohen Anfragedynamik. Mehr denn je werden sich diese Anfragen allerdings nicht mehr 1:1 in konkrete Vermietungstransaktionen niederschlagen. Zu stark verhindert die mangelnde Produktauswahl den Abschluss von umsatzrelevanten Mietverträgen. Insofern gehen wir davon aus, dass das Vorjahresvolumen nicht erreicht wird, der Umsatz sich deutlich unter 4 Mio. m² bewegen wird“, so Timo Tschammler, CEO JLL Germany.

Die Leerstandsquote in den Big 7 lag Ende März bei 4,5 % und damit nochmals fast 20 Basispunkte unter der Quote drei Monate zuvor. Absolut gesehen stehen damit in den Big 7 kumuliert nur noch 4,18 Mio. m² kurzfristig zur Verfügung, 15 % weniger als noch vor einem Jahr. In sechs der sieben Hochburgen fiel der Leerstandsrückgang zweistellig aus, lediglich in Düsseldorf blieb er nahezu konstant. Eine Trendwende ist aktuell nicht in Sicht. Auf 4,3 % soll die Leerstandsquote in den kommenden neun Monaten absinken.

Nachdem im ersten Quartal deutlich weniger Flächen fertig wurden als ursprünglich erwartet, steht zu befürchten, dass auch für das laufende Jahr weitere Verschiebungen das Neubauvolumen dämpfen werden. Aus gegenwärtiger Sicht sollen noch weitere rund 900.000 m² bis Ende des Jahres fertig gestellt werden, damit läge das Volumen in 2018 zwar über dem in 2017; die noch vor drei Monaten angepeilten 1,3 Mio. m² scheinen aber nicht mehr realisierbar zu sein.

Trotz des Umsatzrückgangs zu Beginn des Jahres hat sich das Mietpreiswachstum fortgesetzt. Dies schlägt sich nicht überall in einer Erhöhung der Spitzenmiete nieder, sondern kann auch in Teilmärkten stattfinden, in denen Neubauentwicklungen entstanden sind oder entstehen werden oder in denen das Angebot an verfügbaren Flächen extrem niedrig ist. Die aktuelle Mietpreisphase scheint stärker angebots- als nachfrageorientiert zu sein. So sank beispielsweise der Umsatz in Berlin im ersten Quartal um fast 17 %, die Spitzenmiete zog aber um einen weiteren Euro auf 31 Euro/m²/Monat an, eine deutliche Reaktion auf das weitere Absinken der Leerstandsquote.

Der JLL-Spitzenmietpreisindex für die Big 7 hat Ende März 2018 196,1 Punkte erreicht und damit den höchsten Wert seit dem dritten Quartal 2001. Im Einjahresvergleich ergibt sich damit ein Plus von 4,3 %. Bis Ende des Jahres rechnen wir mit einem weiteren Anstieg im Index auf dann 200,7 Punkte, entsprechend einem Plus auf Jahressicht von 3,2 %.

Den vollständigen Bericht können Sie hier einsehen.

Quelle: JLL (Pressemitteilung vom 05.04.2018)