Berlin, 4. Juni 2018 (Marktnews): Zur Erreichung der deutschen Klimaziele bis 2050 werden je nach Transformationspfad volkswirtschaftliche Mehrkosten in Höhe von 1.180 bis 2.220 Milliarden Euro entstehen. Zu diesem Ergebnis kommt  die Leitstudie „Integrierte Energiewende“ der Deutschen Energie-Agentur (dena), die gemeinsam mit mehreren Partnern, darunter die BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland, verschiedene Transformationspfade für verschiedene Klimaziele untersucht. Die technologieoffenen Szenarien sind dabei um jeweils etwa 600 Milliarden Euro kostengünstiger, als die Szenarien, die weitgehend auf Elektrifizierung setzen.

Die BID sieht in der Analyse eine sehr gute Basis für weitere Untersuchungen zur Umsetzung der Energiewende. „Diese volkswirtschaftlichen Netto-Gesamtkosten müssen nun daraufhin untersucht werden, wie ein technologieoffener Transformationspfad betriebswirtschaftlich umsetzbar ist“, sagt Dr. Andreas Mattner, Vorsitzender der BID und Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss. „Dazu gehört auch die Prüfung, welche Leistungsfähigkeit bei Bürgern und Unternehmen besteht und welche gesellschaftlichen Auswirkungen – auch zu Beschäftigungseffekten und inländischer Wertschöpfung – zu erwarten sind.“

Die BID unterstützt ein Klimaziel von 80 Prozent Treibhausgasminderung im Jahr 2050 gegenüber 1990. Die Zielmarke von 95 Prozent setze entsprechend der Leitstudie einen sehr erheblichen Import synthetischer Energieträger voraus und erhöhe damit neben den Investitionen in die Gebäudeeffizienz auch noch die Energiekosten. Dies würde letztlich vor allem die Mieter stark belastet.

Quelle: BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland