© pixabay

Mehr Städte mit Mietpreisanstieg

Der gewichtete europäische Mietpreisindex von JLL* ist im 3. Quartal 2018 gegenüber dem vorangegangenen Quartal um 2,4% gestiegen. 15 der 24 Index-Städte verzeichneten dabei ein Mietpreiswachstum (Q 2: 10 Index-städte). Mit 6,0% gegenüber Vorjahr liegt der jährliche Mietpreiszuwachs in Europa weiterhin deutlich über dem 5- bzw. 10-Jahres-Durchschnitt von 2,6 bzw. 0,6 %.

Europaweit prognostiziert JLL für die nächsten fünf Jahre ein jährliches Büro-Mietpreiswachstum von durchschnittlich 1,9% pro Jahr – dies auf Basis einer relativ robust bleibenden Nachfrage und nur wenig spekulativer Projektentwicklungen.

Stärkstes 3. Quartal beim Umsatz überhaupt  

Nach einem starken ersten Halbjahr 2018 zeigte die Nachfrage auch im 3. Quartal keinerlei Anzeichen einer Abschwächung. Im Gegenteil: Der europäische Büroflächenumsatz erreichte in den Monaten Juli bis Ende September mit 3,3 Mio. m² ein Rekordergebnis. Das Wachstum lag dabei in Mittel- und Osteuropa (+5% gegenüber Q 3 2017) höher als in Westeuropa (+3%).

Europaweit ergibt sich für das erste Dreivierteljahr ein Büroflächenumsatz von 9,77 Mio. m² (+ 5 % gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2017). Für das Gesamtjahr prognostiziert JLL ein Umsatzvolumen von 13,2 Mio. m². Damit bliebe 2018 leicht unter dem Rekordniveau des Vorjahres (13,7 Mio. m²) im langjährigen Vergleich aber um 18 % höher als der Durchschnitt der Jahre 2008 – 2017.

Rückgang des Leerstands in fast allen Indexstädten – Fertigstellungen können Nachfrage auch in den nächsten Jahren nicht ausreichend bedienen 

Die europäische Büro-Leerstandsquote ist im 3. Quartal 2018 um weitere 30 Basispunkte auf den mit 6,5% niedrigsten Stand seit 2002 gesunken. Zwar haben Büro-Fertigstellungen im 3. Quartal zugelegt, die robuste Nachfrage und eine hohe Vorvermietungstätigkeit halten den Leerstand aber nach wie vor auf niedrigem Niveau. Entsprechend notierten europaweit im 3. Quartal mit Ausnahme von Dublin (+20 Basispunkte auf 8,7%) und Edinburgh (stabil bei 3,5%) alle 24 Index-Städte einen Rückgang der Leerstandquote.

Die Fertigstellungs-Pipeline in den 24 analysierten Märkten weist im 3. Quartal zwar ein leichtes Plus (+3 %) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 auf, 894.000 m² bedeuten aber im Vergleich zum 10-Jahresschnitt noch immer ein um ein Viertel niedrigeres Volumen.

Für das Gesamtjahr 2018 rechnet JLL mit Fertigstellungen von rund 4,5 Mio. m². Steigende Fertigstellungsvolumina von voraussichtlich 5,6 Mio. m² bzw. 6,7 Mio. m² in 2019 und 2020 werden in Anbetracht niedriger Leerstände und geringer spekulativer Projektentwicklungstätigkeit weiter nicht ausreichend für Entspannung auf der Angebotsseite sorgen können.

Quelle: JLL (Pressemitteilung vom 17.10.2018)