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Berlin, 15.11.2018 – Die Ratingagentur Scope hat für die 20 wichtigsten europäischen Büroimmobilienmärkte die Mietpreisprognosen aktualisiert: Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Prognosen für sechs Standorte erhöht, für zwölf Standorte wurden sie gesenkt.

Die Scope-Analysten erwarten in den kommenden fünf Jahren für Berlin mit durchschnittlich 3,5 % p. a. die höchsten Mietpreiszuwächse. Damit verteidigt Berlin seinen Spitzenplatz im Ranking knapp vor Madrid (3,4 % p. a.).

Berlin zeigt von den deutschen Top-7-Metropolen weiter die größte Dynamik in der Schaffung von Büroarbeitsplätzen. Wie schon in den vergangenen drei Jahren wuchs die Anzahl der Büroarbeitsplätze in Berlin jährlich um 4,5 %. Zum Vergleich: in München waren es gut 3 %, in Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf je 2 %.

Eine Folge: In Berlin ist der Leerstand massiv von 9 % im Jahr 2006 auf aktuell 2,5 % gesunken. Das ist der niedrigste Wert der 20 betrachteten Büroimmobilienmärkte. Scope erwartet eine Fortsetzung des dynamischen Beschäftigungswachstums in Berlin. Die Schaffung neuer hochqualitativer Büroflächen hinkt der wachsenden Nachfrage weiter hinterher.

London erneut auf dem letzten Platz – Amsterdam mit größtem Zuwachs – Dublin mit größtem Rückgang

London nimmt mit einem erwarteten Wachstum von 1,0 % p. a. wie schon im Vorjahr den letzten Platz ein. Zwar konnte sich der Londoner Büroimmobilienmarkt gegenüber der Vorjahresprognose (0,7 % p.a.) leicht verbessern, er liegt aber weiterhin deutlich unterhalb des durchschnittlichen Mietpreiswachstums der vergangenen fünf Jahre (4,4 % p.a.).

Über alle 20 betrachteten Büroimmobilienmärkte zeigt Amsterdam den kräftigsten Zuwachs. Die Scope-Analysten erhöhen die Mietpreisprognose für die kommenden fünf Jahre von 2,8 % auf 3,2 % p.a. Amsterdam verbessert sich damit von Rang sechs auf drei.

Den stärksten Rückgang der Mietpreisprognose verweist Dublin. Aktuell erwarten die Scope-Analysten für die kommenden fünf Jahre Zuwächse von 2,0 % p. a. In der Vorjahresprognose waren es noch 2,9 % p. a. Dublin steigt damit von Rang vier auf Rang elf ab.

Büroflächen-Leerstand erreicht langjährigen Tiefstand

Die europäischen Büroimmobilienmärkte zeigen sich insgesamt in guter Verfassung. Trotz der jüngsten Eintrübung des Geschäftsklima-Index profitieren sie von weiterhin positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Der dynamische Beschäftigungsaufbau führt zu hoher Nachfrage an Fläche und lebhafter Vermietungstätigkeit. In 14 der 20 untersuchten Städte ist die aktuelle Leerstandsquote auf dem tiefsten Stand seit zehn Jahren.

Zur Auswertung:

Die Prognosen beziehen sich auf die durchschnittliche Mietpreisentwicklung in den Toplagen. Sie basieren auf ökonometrischen Modellen, die die relevantesten Einflussfaktoren auf die Entwicklung der Mietpreis abbilden.

Auf der Nachfrageseite sind dies vor allem die Wirtschaftsdynamik der jeweiligen Regionen, die Netto-Flächenabsorption sowie die Entwicklung der Bürobeschäftigtenanzahl. Auf der Angebotsseite haben die Entwicklung des Leerstands sowie die aktuellen und geplanten Bauaktivitäten den höchsten Einfluss auf die Prognose.

Quelle: Scope Analysis