„Der Immobilienbrief“ Nr. 485:

Im Editorial des Expo Real Special blickt Werner Rohmert, der in 30 Jahren eine Reihe von Krisen durchlebte, in seine persönliche Glaskugel aus Volkswirtschaftslehre und Erfahrung in der Immobilienwirtschaft. Wenn heute Entwicklungen durch die Corona-Folgen forciert werden, die seit über 20 Jahren „logisch“ sind, bleiben das keine Eintagsfliegen, sondern sind natürlicher Fortschritt. Homeoffice ist dabei unser kleinstes Problem, wenn auch das sichtbarste. Die volks- und immobilienwirtschaftlichen Rahmenbedingen, die in Verbindung mit der Zinsentwicklung einen 15-jährigen Boom verursachten, bilden jetzt aber ein ideales Gebräu zur Entwicklung eines „perfect storm“ in Hurricane-Ausprägung. Der setzt effizient beim Nutzer an. Immobilien ohne Nutzer sind temporäre Ruinen. Hier hilft das verlangsamte Cash Burning der Zinsuhr nur zeitweise. Und bedenken Sie, die Musiker machen die Musik, nicht die Konzerthalleneigentümer. Tröstlich bleibt, dass die Corona-Krise weder die erste noch die letzte Krise ist. Bei Leerstand wird weniger gebaut. Offen ist lediglich, wer sich dann in ein paar Jahren wieder in der Sonne trifft. Krise ist Chance. Das ist nur blöd für diejenigen, die auf der falschen Seite der Chance ab nächstes Jahr auf den Boden der Realität aufschlagen. (ab Seite 1)

Mit freundlichen Grüßen

Werner Rohmert sowie
Ihr Team von „Der Immobilienbrief“
Research Medien AG