Berlin, 13.04.2021 – Die 2013 gegründete HKA Hanseatische Kapitalverwaltung GmbH (Die Hanseatische) war eine der ersten Kapitalverwaltungsgesellschaften am deutschen Markt, der von der BaFin die Erlaubnis zur Auflage geschlossener Publikums- und Spezial-AIF erteilt wurde. Unter dem etablierten Markennamen IMMAC setzt HKA mit aktuell 29 Mitarbeitern die Emission von Fonds im Segment Sozialimmobilien für private, semiprofessionelle und institutionelle Investoren fort. Zusätzlich werden unter dem Markennamen DFV Deutsche Fondsvermögen GmbH (DFV) seit 2017 alternative Investmentfonds (AIF) im Segment Hotelimmobilien emittiert.

Die Hanseatische verwaltet zum 31.12.2020 Assets under Management in Höhe von rund 1,6 Mrd. Euro, die sich zu rund 88% auf 133 Sozialimmobilien (HealthCare) in Deutschland, Österreich und Irland und zu 12% auf 10 Hotelimmobilien verteilen.

Das Rating wird wesentlich gestützt durch (1) die Marktführerschaft als hoch spezialisierter Asset Manager im Bereich Sozialimmobilien (HealthCare); (2) die hohen Synergieeffekte durch konzerneigene Transaktionsgesellschaft, Betreiberholdinggesellschaft sowie Projektentwicklungs- und Bauträgerunternehmen; (3) die hohe Stabilität durch diversifizierte Einnahmenstruktur, hohe Fixkostendeckung und gute Warehousing-Kapazitäten; (4) die überdurchschnittlichen Performancekennziffern insbesondere im Publikumsfondsbereich im Segment der Sozialimmobilien; (5) die sehr hohe Qualität des vollständig intern abgebildeten operativen Asset Managements im Bereich der Sozialimmobilien.

Dem aktuell hochpreisigen Marktumfeld begegnet das Unternehmen weiterhin mit einer selektiven Ankaufspolitik. Der sehr gute Marktzugang und die tiefe Wertschöpfungskette der IMMAC group bieten hier klare Wettbewerbsvorteile. Das Investitionsvolumen der IMMAC Healthcare-Sparte betrug 2020 über 170 Mio. Euro. Aufgrund der Covid-19-Krise werden Ankäufe im Hotelsegment nur sehr ausgewählt vorgenommen.

Das Rating basiert maßgeblich auf der sehr hohen Produkt- und Performancequalität der Hanseatischen im Bereich Sozialimmobilien und darauf, dass diese im Rahmen weiterer Investitionsstandorte die angestrebte Strategie weiterverfolgt und erfolgreich umsetzt. So plant die Hanseatische im Jahr 2021 nach Genehmigung die Lancierung ihres ersten offenen Spezial-AIF im Segment Sozialimmobilien. Die Aufbau- und Ablauforganisation wurde bereits für die Auflage dieser für die HKA neuen Produktart angepasst.

Die Covid-19-Krise stellt das Asset Management vor zusätzliche Herausforderungen. Die Auswirkungen auf die Unternehmensgruppe werden von Scope eng verfolgt. Gemäß Angaben der Gesellschaft beträgt die durchschnittliche Belegungsrate der 90 deutschen Sozialimmobilien zum 31.12.2020 insgesamt rund 86% (31.12.2019: 86,5%), was aktuell ein überaus solides Niveau darstellt. Wenig überraschend zeigen sich die Auswirkungen der Krise im Hotelsegment dagegen deutlicher. Aktuell wurden bei allen bis auf einen Hotelfonds Pachtstundungen vereinbart. Mit der Aufnahme der Regelzahlung rechnet die HKA wieder ab dem Jahr 2022. Die Rückführung von gestundeten Pachtzahlungen soll im Anschluss an die Aufnahme der Regelzahlung erfolgen.

Neben den gestiegenen Risken aufgrund der Covid-19-Krise, die aktuell besonders das Hotelsegment belasten, wird das Rating der Hanseatischen dadurch begrenzt, dass ein ESG-Reporting auf Unternehmens- oder Fondsebene noch nicht vorliegt. Jedoch wird die bisherige ESG-Strategie der Hanseatischen gerade überarbeitet und erweitert.

Das von der DFV ebenfalls verfolgte Segment Private Equity ist nicht Bestandteil dieses Asset Management Ratings.

Quelle: Scope Analysis GmbH