„Der Immobilienbrief“ Nr. 508:

Im Editorial spannt Werner Rohmert den Bogen von Sylt über den Hindenburgdamm, über pandemische Bahnfahrten und dramatische Sanierungsbedürfnisse jenseits des Taschenrechners bis hin zum weltweiten Einstieg in die Lohn-, Preis-, Zinsspirale, die institutionelle und private Anleger erwarten. Den Wahl-O-Mat probierte mit verblüffenden Ergebnissen Rohmert gestern abend im Selbsttest aus. Das Ergebnis lag zwischen Lachen und Ekel. Den Abschluss bildet der zweigeteilte Blick auf die Immobilienwirtschaft. Teuflisches Gebräu bei geldpolitischen und konjunkturellen Umfragen versus ungebrochenem Optimismus und klarer Erholungstendenz bei immobilienwirtschaftlichen Umfragen.

·        INFLATION ANTE PORTAS – SIE KOMMT- Institutionelle, internationale Investoren und deutsche Bürger sind sich einig: In „Der Immobilienbrief“-Spezial zur Expo Real, werden wir uns ausführlich mit den Konsequenzen der neuen Inflationsentwicklungen für Zinsen und Immobilienpreise auseinandersetzen. Natürlich wird das ein Blick in die Glaskugel. Die Effekte können sich aufheben. Zum einen profitieren Sachwerte. Zum anderen müssen die Zinsen reagieren. Multiplikatoren müssten runter gehen. Mieten müssten verzögert raufgehen. Kosten müssten schnell steigen. Damit stimmen viele knappe Geschäftsmodelle mit möglicherweise zu kurzer Zinsbindung nicht mehr. (Rohmert, Seite 3)

·        JLL SIEHT SANIERUNGS-TSUNAMI BEI GEWERBEIMMOBILIEN  – Ohne Verdoppelung der Sanierungsquote sind Klimaziele chancenlos:„Im gewerblichen Immobiliensektor türmt sich eine tsunamiartige Sanierungswelle auf“, erwartet JLL-Researchleiter Helge Scheunemann, einer der erfahrensten und kompetentesten deutschen Research-Chefs. Daraus ergäbe sich die Frage, wie die regierungsseitig propagierten Klimaziele in Anbetracht einer derartigen Herausforderung erreicht werden könnten. Auch „Der Immobilienbrief“ fällt bei regelmäßiger Lektüre der Deal- und Durchhandelsmeldungen der letzten Jahre immer öfter das Alter der sog. Core-Immobilien auf, bei denen noch vor wenigen Jahren unter Lebenszyklusaspekten vom Eigentümer längst der Sanierungswecker gestellt worden wäre. (Rohmert, Seite 5)

·        SAVILLS SIEHT EUROPAS BÜRO-MULTIPLIKATOREN WEITER STEIGEN – Immobilienmathematik trotzt steigenden Leerständen: Längst ist weltweit die Immobilienmathematik von der Finanzakrobatik abgelöst worden. Zinsen, ewige Wachstumsannahmen, mangelnde Alternativen und begrenzter Horizont der Excel-Tabellen machen es möglich. Dankenswerterweise beliefern uns die Researcher auch während des Sommerlochs weiter, um uns Anfang Oktober wieder mit Hunderten Marktberichten für den Papierkorb zu erschlagen. Der aktuelle Report von Savills befasst sich mit dem Flächenumsatz in Europa. Sicherlich ist das alles nicht ganz neu, muss aber auch einmal von Savills gesagt werden. (Rohmert, Seite 7)

·        STIMMUNG DER IMMOBILIENFINANZIERER STEIGT DAS 5. QUARTAL IN FOLGE – Trotz guter Stimmung sind Pandemiefolgen am Markt spürbar: Laut des von der BF.direkt AG aktuell veröffentlichten vierteljährlichen Quartalsbarometers, das durch die bulwiengesa AG erarbeitet wird, ist die Stimmung unter den deutschen Immobilienfinanzierern in Q3 2021 zum 5. Mal in Folge angestiegen. Getrieben werde die Verbesserung vor allem vom Neugeschäft. (Wrede,Seite 9)

·        RICS SEHEN ABSCHWUNGPHASE DES ZYKLUS ÜBERWUNDEN – Stimmung und Bautätigkeit legen zu: Mit 2 Studien belegt die weltweite Vereinigung der Immobilienspezialisten das Ende der negativen Entwicklungen. (Wrede,Seite 10)

·        STÄDTEANTEIL MIT BLASENGEFAHR STEIGT PROGRESSIV – Preisblasen in Assetklassen Wohnen, Büro und Einzelhandel: Das auf Wohnungen spezialisierte Forschungsinstitut empirica warnt ebenso wie die Bundesbank gefühlt seit mindestens einer halben Dekade vor Preisblasen in der Assetklasse Wohnen, die sich immer mehr von zugrunde liegenden Mietentwicklungen entferne. (Rohmert, Seite 11)

·        DIE 15-MINUTEN-STADT – NEUE DNA FÜR IMMOBILIENINVESTOREN? Wie werden sich die Städte zukünftig entwickeln? Wie kommen wir von der autogerechten Stadt zur „gerechten“, „grünen“ und „produktiven“ Stadt? Dieser Frage stellte sich aktuell Catella Research. (Wrede,Seite 14)

·        44% DER MENSCHEN KÖNNEN SICH HOCHHAUS-WOHNEN VORSTELLEN – Kriterien für das Wohnen in Hochhäusern im Premium-Segment:Während „Der Immobilienbrief“ noch auf Erfahrungen mehrerer Jahre Wohnen und Eigentum in damals Europas größtem Wohnhaus zurückgreifen kann, sind die aktuell Befragten wohl eher theoretisch mit dem Thema befasst. (Götza/ Rohmert, Seite 15)

·        WIEVIEL GEBEN MENSCHEN FÜR WOHNEN AUS? München bleibt die teuerste Mieterstadt: Aktuell analysierte ImmoScout24, welchen Anteil ihres Haushaltsnettoeinkommens Suchende bereit sein müssen, in den 80 größten deutschen Städten für Mietwohnungen aufzuwenden. (Wrede, Seite 16)

·        UNESCO-WELTERBE ZOLLVEREIN – Von der Kokerei zum modernen Büroimmobilienstandort: Mit dem denkmalgerechten Umbau der ehemaligen Kaue schließt die RAG Montan Immobilien die Entwicklung des RAG Campus ab.  (Wrede,Seite 17)

·        INTERVIEW mit DNL-Chef Wolfgang J. Kunz zum US-amerikanischen Büroimmobilienmarkt: Der Büroimmobilienmarkt in Deutschland scheint mit einem blauen Auge durch die Krise zu kommen, auch wenn wir von „Der Immobilienbrief“ damit rechnen, dass die ganzen Auswirkungen erst nächstes Jahr sichtbar werden.Wie es auf dem US-amerikanischen Markt aussieht, berichtet Wolfgang J. Kunz. (Seite 20)

·        CORONAVIRUS UND BÜROIMMOBILIENMÄERKTE DEUTSCHLAND: Viel wird über die langfristigen Auswirkungen von Homeoffice auf die Büroimmobilienmärkte diskutiert. Unternehmensvorstände und Researcher überbieten sich mit immer neuen Prognosen über die Potenziale für zukünftige Büroflächeneinsparungen. Diese reichen bis zu der Voraussage, dass 30 Prozent der Bürofläche nicht mehr gebraucht, da die Beschäftigten zu Hause oder von unterwegs arbeiten werden. Nach rund eineinhalb Jahren Coronapandemie kann nun ein Zwischenfazit gezogen werden, was in dieser Zeit bislang auf den Büroimmobilienmärkten passiert ist. (Vornholz, Seite 23)

·        Wie lassen sich Nachhaltigkeitsaspekte und ESG-Kriterien in die Immobilienbewertung integrieren?Nachhaltigkeitsaspekte und Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG) gewinnen auch in der Immobilienwirtschaft immer mehr an Bedeutung. Die Branche nimmt ihre Verantwortung in diesen Feldern verstärkt wahr und arbeitet an einem einheitlichen Qualitätsverständnis als Grundlage für ein verantwortungsbewusstes, nachhaltiges Handeln. Die Nachhaltigkeit von Gebäuden und lebenswerten Quartieren nimmt nachweislich Einfluss auf deren Wert. Damit verbunden ist die Frage, welchen Einfluss ökologische, ökonomische und soziokulturelle Kriterien sowie verfügbare Zertifizierungen auf die Zukunftsfähigkeit von Immobilien und deren Bewertung haben.(Fahrländer, Seite 25)

·        AUS UNSERER MEDIENKOOPERATION MIT „IMMOBILIEN INTERN“: Berliner Senat forciert Blockadepolitik im Wohnungsmarkt. (Seite 26)

·        FESTIVALS OF LIGHTS AUF BERLINER GEBÄUDEN: Berlins Gebäude erstrahlen von heute an für zehn Tage in einem neuen Licht. Jeden Abend, genau ab 20.21 Uhr bis Mitternacht, werden auf 75 Wahrzeichen, Gebäuden und Plätzen – vom Brandenburger Tor über die Gedächtniskirche, den Fernsehturm und das Hotel de Rome bis zu Wohnhäusern in Köpenick und Spandau – Motive diverser Künstler aus aller Welt projiziert. (Hoffmann, Seite 27)

Mit freundlichen Grüßen

Werner Rohmert sowie
Ihr Team von „Der Immobilienbrief“
Research Medien AG