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Category Archives: Sachwerte

PROJECT Investment legt testierte Leistungsbilanz 2019 vor

© PROJECT

Bamberg, 12.10.2020 – Mit der neuen 91 Seiten starken Leistungsbilanz hat der Bamberger Kapitalanlage- und Immobilienspezialist PROJECT Investment planmäßig die Ergebnisse seiner Immobilienfonds und Immobilienentwicklungen per Stand 1. Januar 2020 offengelegt.

35 Investmentgesellschaften, 132 Objektentwicklungen und ein Verkaufsvolumen von rund 3,4 Milliarden Euro. Es sind messbare Zahlen, Daten und Fakten wie diese, die PROJECT jährlich im Herbst vorlegt, um transparent über die Unternehmensentwicklung und vor allem die Performance der Investmentgesellschaften und Immobilienentwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjähr zu berichten. Hinsichtlich der Unternehmenskennzahlen sind dabei die Eckdaten zum 30. Juni 2020 veröffentlich worden. Damit bieten die Franken ein möglichst aktuelles Bild in Bezug auf den Veröffentlichungszeitpunkt ihrer Leistungsbilanz.

Eigenkapitalvolumen auf circa 1,3 Milliarden Euro gestiegen
Die Unternehmensgruppe konnte das von privaten als auch institutionellen Investoren eingebrachte Eigenkapitalvolumen von 1.001 Millionen Euro Ende 2018 auf 1.220 Millionen Euro bis Ende 2019 steigern. Bis zum 30. Juni 2020 verzeichnete der auf Wohnimmobilienentwicklungen spezialisierte Immobilienmanager ein Wachstum des Eigenkapitalvolumens auf circa 1,3 Milliarden Euro, das in 28.192 Zeichnungen eingebracht wurde – ein Plus von 3.277 Zeichnungen gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt.

Eigenkapitalprinzip bewährt sich
Kontinuität zeigt sich auch bei den über die PROJECT Publikumsfonds vollständig mit Eigenkapital finanzierten Immobilienentwicklungen, von denen auf Objektebene bis 2019 jede positiv abgeschlossen wurde. Einzelne Wohnimmobilienprojekte wie die Berner Straße 9 in Berlin Steglitz-Zehlendorf weisen dabei IRR-Renditen von bis zu 22,19 Prozent aus. Die vollständige und richtige Herleitung der in der Leistungsbilanz dargestellten Angaben sowie fondsbezogenen Kennzahlen ist mit Stand 1. September 2020 von der Hamburger Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RBD Realtreuhand bestätigt worden.

Online-Präsentation vor rund 200 Partnern
Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die jährlichen Leistungsbilanz-Workshops für die PROJECT-Partner erstmalig im Rahmen von zwei Online-Konferenzen abgehalten. Vor insgesamt rund 200 Partnern stellten Ottmar Heinen und Alexander Schlichting in ihrer Funktion als Holdingvorstände der PROJECT Beteiligungen AG die Ergebnisse für das Berichtsjahr 2019 vor. Auf Seiten des Asset Managers PROJECT Immobilien erläuterte Projektentwicklungsvorstand Dr. Matthias Schindler die Entwicklung der Immobilienobjekte. Insgesamt hat PROJECT bislang 56 Objekte im Publikumsbereich positiv abgeschlossen. Die PROJECT Leistungsbilanz 2019 kann unter nachfolgendem Link heruntergeladen werden: http://leistungsbilanz.project-investment.de

Quelle: PROJECT (PM vom 12.10.2020)

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Habona kauft sechs Nahversorger für Publikums AIF

Frankfurt a.M., 08. Oktober 2020 – Der Frankfurter Fondsinitiator und Asset Manager Habona Invest hat für seinen von der Service KVG HANSAINVEST administrierten Habona Einzelhandelsfonds 07 sechs Nahversorger mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 24 Millionen Euro erworben.

Die Immobilien mit einer Gesamtmietfläche von ca. 10.000 m² und den langfristigen Hauptmietern Rewe, Edeka, Lidl und Netto umfassen die Standorte Aarbergen (Hessen), Bodenwöhr (Bayern), Lohmar und Ibbenbüren (Nordrhein-Westfalen) sowie Rieschweiler und Kelberg (Rheinland-Pfalz). Die Ankäufe für den Publikumsfonds erfolgten im Rahmen von mehreren Transaktionen von verschiedenen Verkäufern.

„Unsere Strategie, den Habona Fonds 07 durch kleinteilige Einzelankäufe und gezielter Standortauswahl mit Nahversorgungsmärkten zu bestücken, erfüllt den gleichzeitigen Wunsch unserer Anleger nach Sicherheit und Rendite. Alle Immobilien sind weit über zehn Jahre hinaus fest vermietet und generieren zu 100 Prozent Mieten aus dem Bereich Lebensmitteleinzelhandel“, so Johannes Palla, geschäftsführender Gesellschafter der Habona Invest GmbH.

Für den geschlossenen Publikums AIF Habona Einzelhandelsfonds 07 wurden bereits über 30 Millionen Euro bei Privatanlegern eingeworben, somit der Platzierungsstand von ca. 60 Prozent erreicht. Habona plant in den nächsten Wochen weitere Ankäufe für das Vehikel.

Quelle: Habona Invest (PM 08.10.2020)

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Vorstandswechsel bei der HAHN-Immobilien-Beteiligungs AG

Bergisch Gladbach, 7. Oktober 2020 – Jörn Burghardt, Mitglied des Vorstands der HAHN-Immobilien-Beteiligungs AG, ist zum 2. Oktober 2020 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Die vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrags erfolgte im besten gegenseitigen Einvernehmen. Der Aufsichtsrat hat die Suche nach einem Nachfolger eingeleitet.

Jörn Burghardt war seit 2009 als Geschäftsführer für die Hahn Gruppe tätig und verantwortete seit Januar 2019 als Vorstandsmitglied Aufgabenbereiche aus dem Fonds- und Immobilien-Management sowie Zentralfunktionen der Hahn Gruppe. Dr. Eckart John von Freyend, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hahn AG, ergänzt: „Der Aufsichtsrat dankt Jörn Burghardt für die stets erfolgreiche und konstruktive Zusammenarbeit. Er hat einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg der letzten zehn Jahre geleistet. Für die berufliche und private Zukunft wünschen wir ihm alles Gute und weiterhin viel Erfolg.“

Der Aufsichtsrat entsendet Michael Hahn, Gründer und Aufsichtsratsmitglied der Hahn AG mit Wirkung zum 2. Oktober 2020 bis auf Weiteres in den Vorstand. Während dieser Zeit ruht sein Aufsichtsratsmandat. Michael Hahn wird die Aufgaben von Jörn Burghardt übernehmen, bis ein Nachfolger für die Vorstandsposition gefunden worden ist.

Der Vorstand der Gesellschaft setzt sich somit ab sofort aus dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Kuhlmann und Michael Hahn zusammen.
Des Weiteren wurden die langjährigen Mitarbeiter und Prokuristen Marcel Schendekehl und Jörg Thomsen zum 1. Oktober 2020 in die Geschäftsführung der Tochtergesellschaft DeWert Deutsche Wertinvestment GmbH berufen.

Quelle: Hahn Gruppe (PM vom 07.10.2020)

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Hotellerie – eines der größten Sorgenkinder am deutschen Immobilienmarkt

© pixabay

Frankfurt, 08. Oktober 2020 – Die Statistik spricht Bände. Das Hoteltransaktionsvolumen in Deutschland lag in neun Monaten des laufenden Jahres mit 48 Transaktionen bei 1,7 Mrd. Euro und damit rund ein Viertel unter dem Vergleichszeitraum 2019. Nur dank des starken ersten Quartals, mit 1 Mrd. Euro ein fast viermal so hohes Investmentvolumen als in den folgenden drei Monaten (260 Mio. Euro) markierend und mehr als doppelt so hoch wie zwischen Juli und Ende September (440 Mio. Euro), musste ein nicht noch schwächeres Ergebnis notiert werden. Und auch wenn das dritte Quartal 2020 wieder mehr Transaktionen aufweisen konnte als in den Frühjahrsmonaten, gegenüber dem Vergleichsquartal in 2019 sind die Einbußen enorm (- 46 %).

Weder der Fünf- noch der Zehnjahresdurchschnitt (bezogen auf das jeweilige Dreivierteljahr) konnten mit diesen alles in allem ernüchternden Resultaten gehalten werden. Minus 39 Prozent bzw. minus 10 Prozent bilanzieren die Sorgen der Hotellerie in der aktuellen Situation.

„Wenngleich Deutschland europaweit der aktivste Hotelinvestmentmarkt ist, bleibt die Assetklasse Hotel Ende September 2020 eines der größten Sorgenkinder am deutschen Immobilienmarkt. In den anderen großen etablierten Märkten Europas ist die Situation noch angespannter. Die Hotellerie musste gravierende Einbußen hinnehmen, die Belegungsraten sind bei vielen Hotels existenzgefährdend. Dies spiegelt sich nun zunehmend auch im Transaktionsgeschehen wider“, so Heidi Schmidtke, Managing Director der JLL Hotels & Hospitality Group. Schmidtke weiter: „Viele Transaktionen, die im dritten Quartal abgeschlossen wurden, haben ihren Anfang weit vor Corona genommen, standen eigentlich schon lange kurz vor der Unterzeichnung und mussten ‚nur noch‘ über die Ziellinie gebracht werden. Das ist in dem einen oder anderen Fall erfreulicherweise gelungen.“

Derzeit noch nicht absehbar sei in der jetzigen Situation das Ausmaß an notgedrungenen Verkäufen. Die Preisvorstellungen auf Verkäufer- und Käuferseite passten noch nicht zusammen. „Von den schwierigen Finanzierungskonditionen seitens der Banken und der allgemeinen Marktunsicherheit motivierte Preisnachlässe auf Käuferseite lassen sich auf Verkäuferseite dennoch nur akzeptieren, wenn es überhaupt keine andere Möglichkeit gibt, ein Objekt zu veräußern. Noch scheint es allerdings in vielen Fällen zumindest vorerst noch alternative Wege zu geben“, so Schmidtke.

Einzeltransaktionen summierten sich in den neun Monaten des laufenden Jahres auf ein Volumen von knapp 1 Mrd. Euro, verteilt auf 41 Transaktionen. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Rückgang von 28 Prozent. Die durchschnittliche Größe der Einzeltransaktionen reduzierte sich dabei von 30 auf 24 Mio. Euro. Damit verfestigt sich die im zweiten Quartal andeutende Tendenz in Richtung kleinerer Transaktionsvolumina.
Das auf Forward Deals entfallene Volumen beläuft sich auf über 400 Mio. Euro mit 13 Transaktionen, macht damit weiterhin einen signifikanten Anteil am Gesamtmarkt aus (knapp 24 %).

Zu den größten Einzeltransaktionen im dritten Quartal gehörten unter anderem:

– Der Verkauf des Leonardo Royal Berlin Alexanderplatz an die Art-Invest. Bei dieser Transaktion handelt es sich um den ersten, während der Pandemie gestarteten und auch abgeschlossenen Verkauf. Verkäufer war die israelische Hotelgruppe Fattal.

– Die Veräußerung des Innside by Meliá Dresden an die Eastern Property Holdings (EPH). Verkauft wurde das bis 2029 an Meliá verpachtete Hotel durch die Norpexal Holding SA und die Fibona GmbH.

– Der Verkauf der Projektentwicklung Ruby Luna Düsseldorf als Teil des Medicus Portfolios, das von Union Investment für einen kürzlich neu aufgelegten Spezialfonds erworben wurde. Das Portfolio enthält insgesamt sechs gemischt genutzte Immobilien in Düsseldorf und Berlin. Verkäufer des Portfolios war Hines.

– Der Erwerb des Dorfhotel Sylt, das künftig unter der Marke Tui Blue betrieben wird, durch die Land Union Gruppe. Verkäufer war die GBI, die das Haus Anfang 2019 von Lloyd Fonds erworben hatte.

– Die Veräußerung des ibis Styles Perlach Plaza München an KGAL als Teil der gemischt genutzten Immobilie Perlach Plaza. Das Volumen für den gesamten Komplex liegt bei
rund 250 Mio. Euro, der Anteil des Hotels im unteren zweistelligen Bereich. Verkäufer des im Bau befindlichen Objekts waren Concrete Capital und BHB.

Auf Portfolios entfiel zwischen Januar und Ende September ein Transaktionsvolumen von knapp 700 Mio. Euro. Auch hier schlug im Jahresvergleich ein deutlich zweistelliger Rückgang (24 %) zu Buche. Die durchschnittliche Portfoliogröße lag knapp unter 100 Mio. Euro und damit um ca. 14 Mio. Euro niedriger als 2019. Wie im zweiten Quartal gab es auch im dritten nur einen Portfolioverkauf.

Das meiste Kapital investierten bis dato institutionelle Investoren, mit 20 Transaktionen erreichte deren Volumen eine Größenordnung von 815 Mio. Euro. Immobiliengesellschaften realisierten vier Transaktionen mit über 430 Mio. Euro, Privatinvestoren mit doppelt so vielen Transaktionen kamen auf 138 Mio. Euro.

Heidi Schmidtke analysiert die Gesamtgemengelage: „Eine Reihe von Trends bestimmen die Hotelinvestmentlandschaft. Im dritten Quartal sind 90 Prozent des Investitionsvolumens durch deutsche Anleger getätigt worden. Diese hohe Aktivität nationaler Investoren geht nicht zuletzt mit anhaltenden Reiseeinschränkungen und der folgerichtig nicht stattfindenden Besichtigungen einher und deckt sich mit dem europaweiten Trend, dass Investoren entweder im Land der geplanten Investition ihren Sitz oder zumindest eine lokale Repräsentanz haben.“ Und Schmidtke weiter: „Was das Hotelprodukt betrifft, fokussieren sich Investoren mehr auf zentrale Lagen, die eine Erholung der Märkte zuerst spüren. Auch spielt die Überlegung eine Rolle, welches Produkt im Zweifel am besten umnutzbar ist. Die Erwägung alternativer Nutzungsarten zeigt sich nicht nur im Projektstatus, wie etwa bei der Umwidmung des Hotelteils im Falle des FAZ Towers, sondern auch bei zahlreichen kleinvolumigen Objekten, die unter die 5 Mio. Euro – Marke fallen. In diesem Preissegment wurden in diesem Quartal erstaunlich viele Objekte mit dem häufigen Ziel der Umwidmung zur Wohnnutzung erworben. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend in den nächsten Monaten vielerorts zeigen und sich auf die großen Häuser ausweiten könnte.
Eine weitere Auffälligkeit ist das Interesse, das die Ferienhotellerie mittlerweile bei Investoren erfährt. Diese Art von Immobilien werden bis zu ihrer nachhaltigen Etablierung als Investmentprodukt, nicht zuletzt aufgrund der Saisonalität und meist schwierigerer Drittverwendbarkeit, allerdings noch einen weiten Weg gehen müssen.“

Schmidtke abschließend: „Es bleiben spannende Zeiten, in denen wir weitere Konsolidierungen am Hotelmarkt sehen werden. Dazu gehören, wie gemeldet wird, Gespräche zwischen Accor und IHG. Weitere werden folgen. Last but not least: Was kann man bis Jahresende noch erwarten auf Basis des bisherigen Verlaufs und der Gespräche mit Investoren? Soviel kann man recht sicher sagen: Das letzte Quartal wird bei weitem nicht an die ersten drei Monate dieses Jahres heranreichen. Wenn es gut läuft, dürfte das Transaktionsvolumen in etwa die Hälfte des herausragenden Vorjahresergebnis (4,9 Mio. Euro) erreichen. Damit müsste dann eines der schwächsten Jahre seit 2013 bilanziert werden.“

Quelle: JLL (PM vm 08.10.2020)

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Führungswechsel bei JLL Residential Development

© Helen Lindner

Berlin, 6. Oktober 2020 – Helen Lindner, Immobilien-Ökonomin, derzeit bei JLL Team Leader Residential Development Advisory, wird mit Wirkung zum 1. November 2020 Head of Residential Development JLL Germany. Sie übernimmt die Führungsverantwortung des Bereichs von Thomas Zabel, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. Oktober 2020 verlassen und sich privaten Unternehmungen zuwenden wird.
Helen Lindner, seit Januar 2019 bei JLL, war zuletzt als Projektentwicklerin bei der Helma Wohnungsbau und zuvor als Leiterin Research bei der Ziegert Bank- & Real Estate Consulting tätig.
Thomas Zabel hatte seine Zabel Property AG im Dezember 2016 an JLL verkauft und als eigeständigen Geschäftsbereich seither bei JLL weitergeführt.
Dr. Konstantin Kortmann, Head of Residential Investment JLL Germany, zum Führungswechsel im Bereich Residential Development: „Helen Lindner konnte sich als unternehmerisch denkende Führungspersönlichkeit bei JLL in hervorragender Art und Weise profilieren. Sie wird die erfolgreichen Teams ihres Geschäftsbereichs in Berlin und Frankfurt weiterentwickeln und künftig die weitere Expansion auch nach Hamburg vorantreiben. Wir danken Thomas Zabel sehr für den erfolgreichen wie dynamischen Ausbau des Vertriebs von Wohnimmobilien in Deutschland. Diesen Vertrieb hat er in Deutschland für Wohnhochhäuser maßgeblich mitgeprägt und damit für die Etablierung des Produktes einen wichtigen Beitrag geleistet.“

Quelle: JLL (PM vom 06.10.2020)

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BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Logistik-Investmentmarkt-Zahlen für das dritte Quartal 2020: Logistik-Investments zeigen sich robust

Mit einem Transaktionsvolumen von mehr als 5,6 Mrd. € wurde der langjährige Schnitt um fast 61 % übertroffen, sodass aktuell gar das zweitbeste je zum Ende eines dritten Quartals registrierte Ergebnis zu Buche steht. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Während einige der übrigen gewerblichen Investmentklassen die negativen Folgen der Corona-Pandemie teilweise deutlich zu spüren bekommen haben, zeigt sich der Markt für Logistik-Investments ausgesprochen robust. Zurückzuführen ist die starke Bilanz darauf, dass es zwar auch innerhalb der Logistikbranche zu deutlichen konjunkturell bedingten Nachfrageeinbußen bei den Kapazitäten gekommen ist, diese aber stark sektoral, etwa auf die Automobilbranche, begrenzt blieben “, sagt Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Industrial Services & Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH. Gleichzeitig konnten andere Bereiche, wie der E-Commerce, oder aber die klassische Lebensmittellogistik, ihre Bedeutung während der Krise sogar deutlich steigern, bzw. ihre Systemrelevanz untermauern. Für viele Anleger ist es daher, sicherlich zum Teil auch aus Mangel an renditestarken Alternativen, innerhalb der vergangenen Monate noch attraktiver geworden, in Logistikimmobilien zu investieren. Dass mit aktuell knapp 4 Mrd. € so viel wie nie zuvor durch Einzeltransaktionen generiert wird, bestätigt diese Aussage eindrucksvoll und zeigt auf, dass die Investorenbasis immer breiter wird.

Frankfurt mit neuem Rekord

Der Blick auf die bedeutenden Logistik-Hubs offenbart ein sehr durchwachsenes Bild. Während in Frankfurt mit 330 Mio. € eine neue Bestmarke aufgestellt und in Berlin (389 Mio. €) sowie in München (392 Mio. €) ein Rekord nur knapp verpasst wurde, ist in Düsseldorf (33 Mio. €; -60 %), Stuttgart (84 Mio. €; -24 %) und Leipzig (54 Mio. €; -57 %) ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Zumindest das Ergebnis von Leipzig muss jedoch auch vor dem Hintergrund des starken Vorjahresresultates gesehen werden, sodass sich das Ergebnis absolut betrachtet sogar als überdurchschnittlich entpuppt. Auch Hamburg erzielt mit 183 Mio. € einen im langfristigen Vergleich starken Wert.
Mit einem Umsatzanteil von gut 48 % liegt das Segment über 100 Mio. € zwar mit klarem Abstand an der Spitze des Rankings, jedoch zeigen besonders auch die mittleren Größenklassen eine im langjährigen Vergleich deutlich überdurchschnittliche Aktivität. So wurden bis zum Ende des dritten Quartals in den Segmenten von 25 Mio. € bis 100 Mio. € bereits Investments in Höhe von 2 Mrd. € getätigt. Eine Marke, die normalerweise – wenn überhaupt – erst zum Jahresende geknackt wird.

Obwohl sie lange Zeit als Nische angesehen wurden, entwickeln sich Logistik-Investments mehr und mehr zu einem Massenprodukt. Nicht zuletzt über Fondsstrukturen wird es einem breiten Anlegerspektrum ermöglicht, am Markt teilzuhaben. So verwundert es wenig, dass Spezialfonds aktuell mit gut 28 % am meisten zum Ergebnis beitragen und absolut betrachtet mit fast 1,6 Mrd. € ihr im langjährigen Vergleich bisher bestes Ergebnis verzeichnen. Selbiges gilt auch für die offenen Fonds, die 640 Mio. € bzw. 11 % des Umsatzes generieren. Auch Investment/Asset Manager waren besonders aktiv und kommen anteilig auf fast ein Viertel. Nennenswerte Umsatzanteile erreichen zudem Versicherungen (7 %), Immobilien AGs/REITs (7 %), Equity/Real Estate Funds (6 %), sowie Corporates (5 %).

Deutsche Anleger entdecken Logistik für sich

Der Logistik-Investmentmarkt wird traditionell vergleichsweise stark von ausländischen Investoren geprägt. So standen auch die guten Gesamtergebnisse der vergangenen Jahre fast immer im direkten Zusammenhang mit großen Portfoliotransaktionen von internationalen Anlegern. Die in diesem Zusammenhang üblicherweise große Umsätze generierenden asiatischen Anleger zeigen sich aktuell sehr verhalten und kommen auf anteilig 5 %. Da sich im Gegenzug allerdings insbesondere nordamerikanische Käufer (17 %) und Anleger aus dem europäischen Ausland (14 %) investitionsfreudig zeigen, steht auch zum Ende des dritten Quartals 2020 mit 2,4 Mrd. € ein beachtliches Ergebnis zu Buche. Und doch dominieren mit 3,2 Mrd. € bzw. anteilig 58 % aktuell deutsche Investoren so deutlich wie nie zuvor den Markt. Zum Vergleich: Ihr langjähriger Durchschnitt liegt bei gerade einmal 1,85 Mrd. €.

Die weiter gestiegene Nachfrage nach Logistik-Investments spiegelt sich auch in der Preisentwicklung wider. Nachdem im Zuge der ersten Marktunsicherheiten im Kontext der Corona-Krise noch eine Seitwärtsbewegung der Netto-Spitzenrendite zu beobachten war, hat sie bis zum Ende des dritten Quartals in fast allen Märkten noch einmal deutlich um 20 Basispunkte auf nun 3,50 % nachgegeben.

Perspektiven

„Durch die anhaltend große Beliebtheit von Logistik-Investments ist es nicht gänzlich auszuschließen, dass die Renditen bis zum Jahresende noch einmal leicht nachgeben. Da besonders das vierte Quartal in der Regel deutlich umsatzstärker als die Jahresmitte ist und auch noch einige Transaktionen finalisiert werden dürften, die während der Hochphase des Lockdowns vorerst „on hold“ gesetzt wurden, ist es aus jetziger Sicht nicht unwahrscheinlich, dass die Marke von 7 Mrd. € auch im vierten Jahr in Folge deutlich übersprungen werden kann“, fasst Christopher Raabe die weiteren Aussichten zusammen.

Quelle: BNP Paribas

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Bürovermietung: Unsicherheit hemmt Unternehmensaktivitäten

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Frankfurt, 06. Oktober 2020 – Da bedarf es erst einer handfesten Wirtschaftskrise, um das Thema Büro, Arbeitswelten und die Rolle von Immobilien salon- und gesellschaftsfähig zu machen. Kein Tag vergeht ohne neue Diskussionen rund um Home-Office, Remote Working oder künftige Arbeitskonzepte. Und die möglichen Konsequenzen auf Unternehmen, Kultur, Infrastruktur, Städte, Mitarbeiterzufriedenheit oder Mobilität werden nicht nur in den Personal- und Finanzabteilungen der großen Corporates diskutiert. Auch bei Wirtschaftsforschern werden Szenarien erarbeitet, welche Auswirkungen dieser Wandel auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt entfalten könnte. Im Moment noch sehr viel im Konjunktiv. Der Nebel hat sich hier längst noch nicht gelichtet und wieder steigende Fallzahlen und ein daraus folgendes kurzfristiges ad hoc- Krisenmanagement können solch langfristigen Trends und Überlegungen auch sehr schnell wieder verdrängen.
„Dennoch scheinen sich Wirtschaftsauguren, Personaler und Arbeitsforscher in einem einig: das flexible Arbeiten wird bleiben, sich festsetzen und damit fester Bestandteil der Unternehmenskulturen“, meint Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany. Scheunemann weiter: „Die Betonung muss dabei auf ‚flexibel‘ liegen und darf nicht mit Home- Office, schon gar nicht im Sinne einer Null-Tage-pro-Woche-Anwesenheit im Büro gleichgesetzt werden. Das Arbeiten von zu Hause aus mag ein Aspekt der Flexibilität sein, hierzu gehören aber auch andere Arbeitsorte wie z.B. Co-Working, umgebaute Hotellobbys oder das Café um die Ecke. Längerfristig können in einem solchen Multi-Location-Szenario auch von Unternehmen angemietete Flächen in den Randbereichen der Städte sein. Und damit werden zwei weitere wesentliche Aspekte sehr deutlich: 1. Es wird keine One-Size-Fits-All-Lösung für alle Unternehmen geben und 2. Remote Working muss nicht zwangsläufig mit weniger Büroflächenbedarf einhergehen.“

In der kurzfristigen Sicht geht es allerdings für die meisten Unternehmen darum, ihren Geschäftsbetrieb gut durch die Wirtschaftskrise zu manövrieren. Für die Nachfrage nach gewerblich genutzten Immobilien ist dabei entscheidend, wie sich der vorhandene und benötigte Beschäftigtenbestand darstellt. Wenn man den jüngsten Konjunkturdaten und auch dem ifo-Geschäftsklimaindex Glauben schenkt, könnte der ökonomische Einbruch doch etwas milder ablaufen als zu Beginn der Pandemie befürchtet. In der September-Befragung des ifo-Instituts beurteilen die Unternehmen ihre aktuelle Situation abermals positiver als im Vormonat. Zudem erwarten sie eine weitere Erholung ihrer Geschäfte. „Kurzum: Die deutsche Wirtschaft scheint sich trotz steigender Infektionszahlen zu stabilisieren“, kommentiert Helge Scheunemann die Gemengelage. Das mache sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Nach Angaben des IAB (Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung) haben, gemessen an der Vielzahl der durch den Lockdown betroffenen Betriebe, nur wenige, nämlich 12 Prozent angegeben, Arbeitskräfte entlassen zu haben. Hinzu kommt: Diese Entlassungen müssen nicht zwingend auf Covid-19 und den Folgen basieren, sondern können auch aus anderen Gründen eintreten. Entsprechend liegt die Arbeitslosenquote mit 6,2 Prozent zwar über Vorjahresniveau, die Zahl der Arbeitslosen war im September gegenüber dem Vormonat allerdings rückläufig. Für 2021 geht das IAB von einem Anstieg der Erwerbstätigkeit um 130.000 und einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um weitere 100.000 Personen aus.

Nachfrage in den Big 7 sinkt spürbar um 37 Prozent

„Eine sinkende Einstellungsbereitschaft der Unternehmen hatte sich unabhängig von Covid-19 bereits Ende letzten Jahres angedeutet. Dieser Konjunkturdämpfer kommt nun mit einem Zeitverzug auf den Büromärkten an und hat sich durch die aktuelle Rezession noch verstärkt. Der Effekt auf die Dreivierteljahreszahlen ist deutlich“, so Scheunemann. Und weiter: „Nach dem schwächsten Auftaktquartal in den letzten sechs Jahren konnte das dritte Quartal zwar leicht die Monate April bis Ende Juni übertreffen. Kumuliert über alle Big 7 erreichte das Umsatzvolumen von Januar bis Ende September aber nur 1,9 Mio. m² und liegt damit mehr als 37 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch wenn man berücksichtigt, dass das Umsatzniveau im Langfristvergleich sehr hoch war – der Rückgang ist schon recht signifikant.“
Die Einbußen sind bei allen sieben Immobilienhochburgen zu beobachten: mit minus 24 Prozent in München bis zu minus 61 Prozent in Stuttgart. In Berlin sank der Umsatz um mehr als 30 Prozent auf 498.000 m², ungewohnt in der nachfrageverwöhnten Hauptstadt. „Die Gründe für diese akuten Nachfrageschwächen liegen auf der Hand: Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie und des eigenen Geschäftsumfeldes. In vielen Unternehmen regiert der Rotstift und geplante Umzüge oder Expansionen stehen erst einmal nicht mehr zur Debatte“, so Scheunemann. Last but not least sei auch die Frage der richtigen Balance zwischen benötigter Bürofläche vor Ort und dem flexiblen Arbeiten der Mitarbeiter aktuell noch unbeantwortet. Hier muss jedes Unternehmen erst noch ein für sich passendes Modell finden. Das Büro auch als identitätsstiftender Ort der Begegnung und des Austausches wird bleiben, Remote Working und Home-Office werden zunehmen, dort, wo es passt und möglich ist. Diese Suche nach den adäquaten Lösungen wird noch eine ganze Weile dauern und muss sicherlich ein komplexes Feld abdecken. Die Formel mehr Home-Office = Rückgang der Büroflächennachfrage ist auf jeden Fall kein stimmiger Slogan.“

Wie geht es weiter? Zwar könnte das Umsatzvolumen im letzten Quartal zulegen und damit möglicherweise noch ein Jahresergebnis von über 2,5 Mio. m² bilanziert werden. Es bleibt aber bei einem insgesamt deutlichen Rückgang. Prozentual könnte der gegenüber dem Rekordjahr 2019 bei mehr als einem Drittel liegen, im Vergleich zum 10-Jahresschnitt der Boomjahre 2010 – 2019 bei einem Viertel. Mit diesen Einbußen fiele der Nachfragerückgang 2020 sogar noch stärker aus als während der globalen Finanzkrise. Und dann? Neben der derzeit für 2021 von den Ökonomen prognostizierten kräftigen Konjunkturerholung gilt es zusätzlich, den Effekt der auslaufenden Mietverträge zu berücksichtigen. „Allein aus den auslaufenden Fünfjahres-Mietverträgen ergäbe sich hieraus ein Nachvermietungspotenzial von 2 bis 2,4 Mio. m² für 2021. Damit werden aus unserer Sicht die möglicherweise noch anhaltenden Unsicherheiten in den Unternehmensetagen sowie potenziell flächenbedarfsreduzierende Arbeitsplatzkonzepte und -modelle überkompensiert. Das führt zu der Erwartung eines Anstiegs des Vermietungsumsatzes um 10-15 Prozent“, so Scheunemann.

Leerstände steigen weiter leicht an – Untermietflächen sind wieder ein Thema

„Positive Signale kommen nach wie vor von der Angebotsseite. Auch wenn der Fall der Leerstände endgültig gestoppt ist und wir den Wendepunkt erreicht haben, so fällt der Anstieg doch eher gemäßigt aus“, betont Helge Scheunemann. In den Big 7 zusammen erhöhte sich das Volumen der kurzfristig zur Verfügung stehenden Flächen zum Ende des dritten Quartals im Jahresvergleich um knapp 7 Prozent auf rund 3,2 Mio. m². Die Leerstandsquote erreicht damit im Schnitt 3,4 Prozent. „Bis Ende des Jahres erwarten wir einen weiteren leichten Zuwachs auf dann 3,7 Prozent. Mit diesen Werten sind wir noch weit davon entfernt, eine Angebotsschwemme auszumachen. Leerstandsquoten im zweistelligen Bereich wie im Jahr 2010 sehen wir auch mittelfristig nicht“, so der JLL Chefresearcher.

Ein Aspekt, der in Krisenzeiten immer wieder zutage tritt, sind nicht mehr benötigte Flächen, die dann als Untermietflächen angeboten werden. „Es ist zwar bei diesem Thema aktuell mehr Bewegung zu verzeichnen. Der ganze Umfang dieser aktuell geführten Diskussionen lässt sich an den Zahlen aber noch nicht abschließend ablesen. Verständlich, denn die Entscheidung, sich von Flächen zu trennen, ist keine, die sich von heute auf morgen treffen lässt. Dennoch mag der Anstieg der zur Untermietfläche angeboten Flächen um fast 30 Prozent im dritten Quartal ein erstes Indiz sein. Der Anteil am gesamten Leerstand liegt damit aktuell bei rund 10 Prozent. Einen negativen Effekt auf Mieten sehen wir aber aktuell nicht“, betont Helge Scheunemann.

Entwickler verschieben vermehrt Neubaupläne

Im ersten Dreivierteljahr 2020 wurden Büroflächen mit einem Volumen von insgesamt rund 832.000 m² fertiggestellt und damit knapp 9 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Von diesem Volumen standen zum Ende des dritten Quartals allerdings nur noch 156.000 m² zur freien Verfügung, oder positiv formuliert, 81 Prozent waren zum Zeitpunkt der Fertigstellung bereits vermietet oder an Eigennutzer vergeben. Für die nächsten Jahre bis 2022 sind weitere 5,1 Mio. m² im Bau oder in der Planung. Projektentwickler haben allerdings bereits auf die Marktlage reagiert bzw. reagieren müssen: zahlreiche Pläne sind zeitlich erst einmal nach hinten verschoben worden. „Auch hier macht sich eine gewisse Unsicherheit über die Zukunftsfähigkeit von Büroflächen breit; ein Wandel der Nutzeranforderungen und des Nutzerverhalten muss konsequenterweise auch eine Reaktion der Entwickler nach sich ziehen“, so Scheunemann. Insofern sei eine Verschiebung per se kein schlechtes Zeichen, zumindest könnte es davor schützen, dass ein signifikantes Volumen leerstehender Flächen neu auf die Märkte komme. Auch seien von den 5 Mio. m² nur noch 50 Prozent frei, d.h. auch hier würden bereits unterzeichnete Mietverträge für Neubauflächen vorliegen. „Sollten sich die Konjunkturerwartungen gegen Ende des Jahres weiter verfestigen und absehbar sein, dass sich auch die Nachfrage wieder stabilisiert, gehen wir davon aus, dass aktuell auf Eis gelegte oder verschobene Pläne auch relativ zügig wieder reaktiviert werden. Hier wird es auch davon abhängen, wie die finanzierenden Banken diesen Sektor und dessen Zukunftsfähigkeit einschätzen“, analysiert Scheunemann.

Spitzenmieten erweisen sich als stabil

Trotz der deutlichen Vermietungsrückgänge in den Hochburgen erweisen sich die Mieten als sehr stabil und robust. In keiner Stadt hat es bislang trotz ansteigender Leerstände Mietrückgänge gegeben. Der JLL-Spitzenmietpreisindex liegt damit zum Ende des dritten Quartals stabil bei 220,5 Punkten und weist gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt ein Plus von 2,2 Prozent auf. Beim Blick auf die Big 7 weisen Stuttgart mit einem Plus von 4,1 Prozent und Hamburg mit 3,5 Prozent die stärksten Steigerungen im 12-Monatsvergleich auf.

Gleichwohl ist zu berücksichtigen, dass sich diese Stabilität auf die Nominalmieten bezieht. „Effektiv, d.h. nach Abzug von gewährten Incentives seitens der Eigentümer beobachten wir schon eine Bewegung nach unten. Vermieter zeigen sich eher bereit, großzügigere Anreize in Bezug auf mietfreie Zeiten oder Ausbauzuschüsse zu gewähren“, erklärt Scheunemann. Im Schnitt würden sich die Incentives auf ca. 5-10 Prozent der Nominalmieten bei einem 10-Jahres-Mietvertrag bewegen. In der weiteren Entwicklung könnten Mieter jedoch mehr Druck in den Miet-Verhandlungen aufbauen, das gelte aber vor allem für ältere Bestandsflächen. Auf der anderen Seite gäbe es Tendenzen zu einem Flexibilitätsaufschlag bei den Mieten, wenn Mieter kürzere Vertragslaufzeiten (2-3 Jahre) wünschten. Und der JLL-Chefresearcher ergänzt: „Angesichts der nur moderaten Angebotsausweitung bis Ende des Jahres erwarten wir keine andere Marktlage im etzten Quartal 2020. Gerade für innerstädtische und top-ausgestattete Büroflächen wird es immer eine Klientel geben, die solche Flächen nachfragen und auch bereit sind, entsprechende Top-Mieten zu bezahlen.“ Daran werde auch ein mögliches Szenario zu Unternehmensverlagerungen aus den Innenstädten an die Ränder der Städte nichts ändern.

„Letztendlich bleibt eine konsensfähige Erkenntnis bei aller kontroverser Meinungen über Arbeitswelten und Lagen: die Büros der nächsten Jahre werden qualitativ hochwertiger und passen sich den Wünschen der Nutzer und deren Mitarbeiter nach mehr Aufenthaltsqualität, gesundheitlichem Wohlbefinden und flexiblen Konzepten stärker an. In dieser Logik wäre Spielraum für erneutes Mietpreiswachstum, unabhängig von der jeweiligen Lage“ so Helge Scheunemann abschließend.

Quelle: JLL

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AKTUELLER MARKTBERICHT Q3 zum Zweitmarkt für geschlossene Fonds

Im dritten Quartal 2020 wurden insgesamt 358 Handelsabschlüsse im Bereich der Sonstigen Fonds registriert – ein deutlicher Rückgang um 24 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2020 (471). Das gehandelte Nominalkapital fällt mit 10,9 Millionen Euro erneut niedriger aus als im Vorquartal (14,5 Mio. Euro), auch die Summe der Kaufpreise sinkt um fast 40 Prozent auf knapp 4 Millionen Euro. Der Anteil der Sonstigen Fonds an der Anzahl der insgesamt gehandelten Beteiligungen liegt im dritten Quartal 2020 bei knapp 18 Prozent. Der Durchschnittskurs notiert mit 36,5 Prozent fast 20 Prozent unter dem des zweiten Quartals. An der Spitze der Top Ten der gehandelten Sonstigen Fonds steht wiederholt der MIG – MIG Fonds 7 mit einem Handelskurs von 201,5 Prozent (September 2020).

Gesamtmarktanalyse
Im dritten Quartal 2020 haben sich die Vorzeichen am Zweitmarkt für geschlossene Fonds im Vergleich zu den Vormonaten umgekehrt: Während die Sonstigen Fonds deutliche Rückgänge in allen Bereichen verzeichnen, steigen Nominal- und Kaufpreisvolumen bei Immobilienfonds stark und der durchschnittliche Handelskurs dieser Assetklasse kann um mehr als 20 Prozentpunkte zulegen.

Auch der Umsatzanteil der Immobilienfonds am Gesamtmarkt fällt im dritten Quartal wieder etwas höher aus: Mit knapp 69 Prozent halten sie vor den Sonstigen Fonds (16 Prozent) und den Schiffsfonds (15 Prozent) wie gewohnt den größten Anteil am Zweitmarkthandel. Das am Markt insgesamt gehandelte Nominalkapital steigt im Vergleich zu den Monaten April bis Juni um 5,8 Prozent auf 68,27 Millionen Euro. Die Summe der Kaufpreise legt um 52,6 Prozent zu und beträgt 50,28 Millionen Euro. Der durchschnittliche Handelskurs über alle Anlageklassen liegt im dritten Quartal 2020 bei 73,66 Prozent. Insgesamt wurden 2.011 Beteiligungen gehandelt, ein Anstieg von 10 Prozent.

Die Deutsche Zweitmarkt AG blickt auf einen besonders starken Monat August, in dem sie allein einen Nominalumsatz von 16 Millionen Euro verzeichnen konnte. Insgesamt beträgt der Nominalumsatz der Deutschen Zweitmarkt AG im dritten Quartal 2020 28,7 Millionen Euro, bei einem Kaufpreisvolumen von 22,8 Millionen Euro und einem Durchschnittskurs von 79,46 Prozent.

Marktanalyse Immobilienfonds Q3 2020
Von Juli bis September 2020 wurden 1.332 Handelsabschlüsse im Bereich der geschlossenen Immobilienfonds registriert – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem zweiten Quartal des Jahres (1.125). Mit einem Anteil an vermittelten Beteiligungen von etwas mehr als 66 Prozent sind Immobilienfonds die meistgehandelte Assetklasse. Das gehandelte Nominalkapital liegt mit 47,1 Millionen Euro deutlich über dem des Vorquartals (39,5 Millionen Euro). Die Summe der Kaufpreise steigt um mehr als 50 Prozent und liegt bei 42,9 Millionen Euro. An der Spitze der Top Ten der gehandelten Immobilienfonds steht der DWS Access – DB Einkaufs-Center-Immobilienfonds mit einem Handelskurs von 800 Prozent (Juli 2020). Der Deutsche Zweitmarktindex für geschlossene Immobilienfonds (DZX-I) schließt am 25. September 2020 bei 1.179,75 Punkten.
Marktanalyse Sonstige Fonds Q3 2020

Marktanalyse Sonstige Fonds Q3 2020
Im dritten Quartal 2020 wurden insgesamt 358 Handelsabschlüsse im Bereich der Sonstigen Fonds registriert – ein deutlicher Rückgang um 24 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2020 (471). Das gehandelte Nominalkapital fällt mit 10,9 Millionen Euro erneut niedriger aus als im Vorquartal (14,5 Mio. Euro), auch die Summe der Kaufpreise sinkt um fast 40 Prozent auf knapp 4 Millionen Euro. Der Anteil der Sonstigen Fonds an der Anzahl der insgesamt gehandelten Beteiligungen liegt im dritten Quartal 2020 bei knapp 18 Prozent. Der Durchschnittskurs notiert mit 36,5 Prozent fast 20 Prozent unter dem des zweiten Quartals. An der Spitze der Top Ten der gehandelten Sonstigen Fonds steht wiederholt der MIG – MIG Fonds 7 mit einem Handelskurs von 201,5 Prozent (September 2020).

Marktanalyse Schiffsfonds Q3 2020
Im dritten Quartal 2020 wurden insgesamt 321 Handelsabschlüsse im Bereich der geschlossenen Schiffsfonds registriert – und damit fast 40 Prozent mehr als im Vorquartal. Der aktuelle Anteil an gehandelten Fonds am Gesamtmarkt liegt für Schiffsfonds bei knapp 16 Prozent. Das gehandelte Nominalkapital beträgt 10,25 Millionen Euro und ist damit fast unverändert im Vergleich zu den Monaten April bis Juni 2020 (10,5 Mio. Euro). Die Summe der Kaufpreise steigt leicht um knapp 5 Prozent und beträgt 3,4 Millionen Euro. Der Schiffsfonds mit dem höchsten Handelskurs in diesem Quartal ist der HSC – HSC Shipping Protect I mit einem Handel zu 100,00 Prozent (Juli 2020). Der Deutsche Zweitmarktindex für die Assetklasse Schiff (DZX-S) schließt am 25. September 2020 bei 567,74 Punkten.

Quelle: Deutsche Zweitmarkt AG

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PROJECT startet Mietwohnungsbau in Köln

Bamberg, 05.10.2020 – Mit dem Ankauf eines knapp 2.500 Quadratmeter großen Grundstücks in der Venloer Straße 683 ist der Startschuss für das erste Bauvorhaben des auf Kapitalanlagen und Immobilienentwicklungen spezialisierten PROJECT Unternehmensverbunds im Kölner Stadtgebiet gefallen. PROJECT Immobilien plant die Errichtung eines Gebäudekomplexes mit voraussichtlich 58 Wohneinheiten sowie kleinteiligen Gewerbeeinheiten. Insgesamt sind Wohn- und Gewerbeflächen mit rund 5.000 Quadratmetern vorgesehen. Das Projekt wird als langfristiges Bestandsobjekt im Mietwohnungsbau für einen institutionellen Spezial-AIF entwickelt. Die Franken setzen damit ihr »Develop and hold«-Konzept für diese Investorengruppe auch in der Rheinmetropole um.

Die mit Vorort-Teams im Rheinland agierende Nürnberger PROJECT Immobilien Gruppe erwarb das exponierte Eckgrundstück an der wichtigsten Einkaufsmeile im Stadtbezirk Ehrenfeld-Bickendorf. Das Grundstück liegt an einer der Hauptachsen ins Kölner Zentrum. Der Erwerb ging »off market« vonstatten, also in Eigenakquise ohne den Einsatz eines Maklers. »Der Ankauf einer derart großen und gut ins Zentrum angebundenen Liegenschaft, noch dazu ohne den Einsatz eines Maklers, setzt außerordentlichen Einsatz und Vernetzung voraus und ist ein großer Erfolg für unser rheinländisches Akquisitionsteam. Zudem ist dieses Projekt für unsere Investoren und die Zielstellung, bezahlbaren, modernen und nachhaltigen Wohnraum in den besonders nachgefragten Großstädten zu schaffen, ein wichtiger Meilenstein«, betont Jürgen Uwira, Geschäftsführer der für den institutionellen Vertrieb verantwortlichen PROJECT Real Estate Trust GmbH.

Rare Lage
Das Quartier Ehrenfeld-Bickendorf entwickelte sich in den vergangenen Jahren vom ehemaligen Arbeiterviertel zum hippen »In-Viertel«. Mit dem Wandel zogen auch die Immobilienpreise an. Dies zeigen die zahlreichen neu entstandenen, hochwertigen Wohngebäude in direkter Umgebung des angekauften Grundstücks. Mit ausschlaggebend für den Ankauf war nicht zuletzt die sehr gute Infrastruktur. Alle wichtigen Versorger des täglichen Bedarfs sowie der öffentliche Nahverkehr mit sehr schneller U-Bahn-Anbindung an die Kölner Innenstadt sind fußläufig zu erreichen.

Stabilität von Wohnimmobilien geschätzt
Wohnimmobilien haben sich während der Corona-Krise als weitgehend stabil erwiesen und werden Uwira zufolge von Institutionellen stark nachgefragt, zumal Wohnraum nach wie vor ein knappes Gut darstellt. »Institutionelle Investoren benötigen langfristige Cash-Flows. Zudem wird die Erfüllung von ESG-Kriterien nachhaltiger Kapitalanlagen immer wichtiger«, so der Immobilienexperte. Dies sei mit Neubauten leichter zu erreichen als mit Bestandsimmobilien. Das »Develop and hold«-Konzept biete vor diesem Hintergrund eine aktive Strategie zum Portfolioaufbau und -optimierung durch eigene Immobilienentwicklungen. Es gehe darum, mit Wohnungsneubauten ein energie- und emissionseffizientes Portfolio aufzubauen. Durch die anschließende besser planbare Bewirtschaftung soll eine langfristige, im Marktvergleich überdurchschnittliche Ausschüttung erzielt werden. Gleichzeitig tragen Immobilienentwicklungen wie die Venloer Straße 683 auch zur Entspannung am deutschen Wohnungsmarkt bei.

Quelle: PROJECT (PM vom 05.10.2020)

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US-Wahl: Die Welt hält den Atem an

© pixabay

Paris, 06. Oktober 2020 – Die Politik in den USA hat einen solchen Einfluss auf die Geschehnisse im Rest der Welt, dass die US-Wahlen in allen Ländern fast genauso wichtig sind wie die jeweiligen nationalen Wahlen.

Für die anstehende Wahl sind die Prognosen so verworren, dass Märkte wie Menschen den Atem anhalten und schon auf die geringste Bewegung reagieren. Die TV-Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden zeigte es, denn diese war derart angespannt und so wenig informativ, dass die Märkte anschließend fielen, sich dann aber wieder erholten. Eines wurde dadurch jedoch deutlich, wenn auch nicht im Hinblick auf die politischen Positionen, sondern die Vitalität der Kandidaten: Sie bewies, dass Biden Trump standhalten kann, was ihm sehr zugutekam. Die jüngste Wendung ist der positive COVID-19-Test von Donald Trump. Auch wenn dieser Test keine unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen hat, gaben die Märkte unverzüglich deutlich nach. Neben dem Markt für Staatsanleihen profitierte hiervon vor allem ein anderer Kurs: die Quote von Joe Biden bei den Anbietern von Online-Wetten. So gilt Joe Biden zum 2. Oktober bei einem der größten Wettanbieter mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 60 % als Sieger, während der Abstand in den Umfragen geringer ist. Nebenher bemerkt ist auch die Quote von Mike Pence, dem aktuellen Vizepräsidenten, keineswegs bei null. Zwar ist die Möglichkeit seiner Wahl anstelle von Trump vorerst quasi null, doch wäre sie für die Märkte nicht verführerisch, wenn sie konkreter würde?

Solange sich die Unsicherheit im Zusammenhang mit diesen Wahlen nicht wenigstens etwas verflüchtigt, könnten die Märkte weiterhin auf ihrem aktuellen Niveau herumdümpeln. Es sei denn, es tritt ein Ereignis ein, wie z. B. der Rückzug eines Kandidaten oder die rasche Verfügbarkeit eines Impfstoffs oder Medikaments, wie es mit mysteriösen Worten vom Institut Pasteur in Lille jüngst angedeutet wurde.

Liquiditätsfluss der EZB könnte sich verstärken und verlängern

Diese Oberflächenwellen verhindern nicht die Bewegung mancher Tiefenströmungen. Dies gilt insbesondere für die Fortschritte, die die Befürworter einer neuerlichen Verstärkung der geldpolitischen Anreize durch die Zentralbanken erzielten. Diese Strömung hat seit der Rede von Christine Lagarde vor dem Europäischen Parlament am Montag, dem 30. September, bei der sie eine bedeutende Änderung an der Auslegung des EZB-Mandats andeutete, an Stärke gewonnen. So solle das Mandat nicht mehr eine Inflation „unter, aber nahe an 2 %“ sicherstellen, sondern sie „um 2 %“ ausrichten und dabei für gewisse Zeit auch ein Niveau über diesem Grenzwert zulassen. Damit folgt die EZB-Präsidentin der Fed, die ihre Doktrin kurz zuvor in diesem Sinne geändert hatte, auf dem Fuße. Falls diese Denkströmung auch in Europa die Oberhand gewinnt, könnte sich der Liquiditätsfluss der Zentralbank verstärken und verlängern. Hierfür müssen jedoch noch die Verfechter der geldpolitischen Orthodoxie, allen voran die deutsche Bundesbank, ihren Widerstand aufgeben.

Auf anderer Ebene, und sehr viel gedämpfter, gibt es einen Konflikt, dessen finanzielle Auswirkungen auf lange Sicht nicht weniger erheblich sind als das Duell zwischen den Kandidaten in den USA. Aber dieser Konflikt betrifft nur die Europäer. Denn trotz ihrer stark abweichenden Ansichten sind sich die beiden US-Kandidaten wenigstens in einem Punkt einig: den noch stärkeren geldpolitischen Anreizen und der unbegrenzten Verschuldung. Während die Welt den Atem anhält, während sich die Europäer um die Zehntelstelle hinter der „Inflation von 2 %“ zanken und sich mit dem Vereinigten Königreich entzweien, sind sich die gespaltenen Amerikaner zumindest im Hinblick auf ihre Zentralbank einig. Sie erhöhen ungeniert ihr Haushaltsdefizit und bewegen sich – wenn auch mühsam – in Richtung eines neuen Konjunkturpakets. Werden sie – wenn die Wahlen vorbei sind und die Welt aufatmen kann – für die Fortsetzung des Wettkampfs dann mehr Sauerstoff gespeichert haben?

Quelle: Olivier de Berranger, CIO bei LFDE

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