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Category Archives: Sachwerte

Geschlossener Publikums-AIF Paribus Beschaffungsamt Bonn geht an den Start

© Paribus

Hamburg, 26. April 2022 – Nach dem Ende 2021 innerhalb kurzer Zeit erfolgreich ausplatzierten Publikums-AIF Paribus Bezirksrathaus Köln legt die Paribus-Gruppe den nächsten Immobilienfonds auf – wieder in Form des Paribus-eigenen Überführungs-Konzeptes. Dieser geschlossene Publikums-AIF Paribus Beschaffungsamt Bonn bietet Anlegern die Möglichkeit, sich an einer langfristig an einen staatlichen Mieter vermieteten Büro- und Verwaltungsimmobilie in Bonn zu beteiligen. Das im Jahr 2011 fertiggestellte Objekt liegt im Bonner Stadtteil Nordstadt. Das moderne Gebäude weist eine hohe, kostensenkende Energieeffizienz auf und ist mit dem DGNB-Zertifikat in Platin ausgezeichnet. Die vermietbare Fläche beträgt 7.564 Quadratmeter, hinzu kommen 135 Pkw-Stellplätze.

Alleiniger Mieter der Immobilie ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Genutzt wird das Gebäude vom Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI). „Im vergangenen Jahr konnte der Mietvertrag mit der BImA langfristig um 15 Jahre bis Ende Januar 2036 verlängert werden. Eine im Mietvertrag vereinbarte regelmäßige Anpassung des Mietpreises an die Entwicklung des Verbraucherpreisindex bietet unseren Anlegern und Investoren zudem einen guten Inflationsschutz. Dieser ist angesichts der aktuellen Entwicklung ein nicht zu vernachlässigender Faktor“, erklärt Thomas Böcher, Geschäftsführer der Paribus Immobilien Assetmanagement GmbH.

Quelle: Paribus (PM vom 26.04.2022)

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DEUTSCHE FINANCE GROUP platziert institutionellen Club Deal Boston III mit 135 Mio. USD

München, 26.04.2022 – Die DEUTSCHE FINANCE GROUP hat ihren Alternativen Investmentfonds „DF Deutsche Finance Investment Fund 20 – Club Deal Boston III“ mit 135 Mio. USD vorzeitig voll platziert.

Aufgrund der hohen Nachfrage konnte nach Erreichen des prospektierten Eigenkapitals in Höhe von 100 Mio. USD eine weitere Eigenkapitaltranche für Privatanleger gesichert und somit der Investmentfonds mit einem nochmals signifikant höherem Platzierungsvolumen geschlossen werden.

Quelle: DEUTSCHE FINANCE (PM vom 26.04.2022)

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IMMAC IRLAND SOZIALIMMOBILIEN V RENDITEFONDS VOLLSTÄNDIG PLATZIERT

© IMMAC

Hamburg, 25. April 2022 – Die Hamburger IMMAC Immobilienfonds GmbH hat den Spezial-AIF „IMMAC Irland Sozialimmobilien V Renditefonds GmbH & Co. geschlossene Investmentkommanditgesellschaft“ zum 12.04.2022 vollständig platziert.

„IMMAC Irland V“ bezeichnet das fünfte Beteiligungsangebot der IMMAC group mit einem Investitionsobjekt in Irland. Der Fonds investiert in die Pflegeeinrichtung „Woodlands House Nursing Home“ in Navan im County Meath, nördlich von Dublin.

Das 1993 gegründete vollstationäre Pflegeheim bietet mit 36 Pflegeplätzen Langzeit-, Kurzzeit- und Rekonvaleszenzpflege auf sehr hohem Niveau in einer häuslich anmutenden Umgebung. Eine Erweiterung der Einrichtung um 16 Einzelzimmer ist noch in diesem Jahr geplant.

Der als Spezial-AIF aufgelegte Investmentfonds wurde nach den Richtlinien der Anlageverordnung für Institutionelle Investoren konzipiert.

„Die Berücksichtigung der Bedürfnisse institutioneller Investoren ermöglichte maßgeblich die Platzierung des Spezial-AIF IMMAC Irland V mit 6,2 Millionen Euro Eigenkapital in diesem Kundensegment“, so Florian M. Bormann, Geschäftsführer IMMAC Immobilienfonds GmbH.

Quelle: IMMAC (PM vom 25.04.2022)

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Verifort Capital erweitert sein Portfolio mit dem Daniel-Goldbach-Office-Park in Ratingen

Tübingen, 21.04.2022 – Der Immobilienfondsmanager Verifort Capital hat den Daniel-Goldbach-Office-Park in
Ratingen für seinen Bestandsfonds Verifort Capital XI erworben. Begleitet wurde die Transaktion vom
Maklerbüro Savills aus Düsseldorf. Über das Transaktionsvolumen haben Verkäufer und Käufer Stillschweigen
vereinbart.


Bei dem markanten Objekt in der Daniel-Goldbach-Straße im Gewerbegebiet Ratingen-Tiefenbroich handelt es
sich um ein Büroensemble mit vier untereinander verbundenen Gebäudeteilen und einer Gesamtmietfläche von
etwa 30.000 m². Jeder Gebäudeteil bietet auf vier Stockwerken bis zu 6.000 m² Bürofläche und zeichnet sich
durch eine flexible Vermietung für Klein- und Großmieter aus. Die hauseigene Tiefgarage sowie zusätzliche
Außenstellplätze bieten den Mietern über 700 Parkmöglichkeiten.

»Ratingen stellt mit seiner Lage zwischen dem Ruhrgebiet und Düsseldorf einen attraktiven Standort dar
und hat sich in den letzten Jahren zu einer echten Standortalternative zur nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt entwickelt«, erklärt Frank M. Huber, CEO von Verifort Capital.
Der Neuerwerb in Ratingen ist Teil der beständigen Ankaufsstrategie von Verifort Capital, mit der das Unternehmen sein Portfolio laufend um Gewerbeimmobilien mit Wertsteigerungspotenzial erweitert. Aktuell ist
das Objekt zu etwa zwei Dritteln vermietet. »Durch unser aktives Asset Management wollen wir optimale
Bedingungen im Daniel-Goldbach-Office-Park schaffen und so die Attraktivität für neue Mieter steigern«,
sagt Huber.

Quelle: Verifort Capital

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In eigener Sache: Bewerbung zum Deutschen BeteiligungsPreis

Die politische Lage wird nicht leichter, aber die Sachwertbranche reagiert zuverlässig und lässt sich immer wieder etwas einfallen. Das zeichnet diese Branche aus. Neben den laufenden Veränderungen gibt es aber einige Säulen, die die Beständigkeit von Sachwerten widerspiegeln – eine davon ist der Deutsche BeteiligungsPreis.

Seit nunmehr 2008 wird dieser Preis im Rahmen eines Business-Lunches als Networking-Event vergeben zu der auch regelmäßig die ehemaligen Preisträger eingeladen werden. Pandemiebedingt wurden die Preise 2020 digital verliehen. 2021 feierte man wieder gemeinsam und genoss die Veranstaltung, bei der ein Sternekoch die Preisträger und Laudatoren verwöhnte.

Nun ist es wieder soweit: Bewerben Sie sich in einer der aufgeführten Kategorien im Bewerbungsformular. Die Jury, unter der Leitung von Edmund Pelikan, setzt sich aus der Redaktion des BeteiligungsReports sowie einigen externe Jurymitgliedern aus den Bereichen Medien und der Hall of Fame zusammen, die aus Persönlichkeiten der Beteiligungsbranche besteht. Wie den Teilnahmebedingungen zu entnehmen ist, wird für die Bewerbungsbearbeitung ein Unkostenbeitrag i. H. von 199,- Euro zzgl. MwSt. erhoben.

Haben Sie ein interessantes oder besonderes Produkt, ist Ihre Leistung oder Initiative in der Welt der Sachwerte preisverdächtig? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung an info@beteiligungsreport.de oder ep@epk24.de bzw. per Fax an 0871 – 430 633 11.

Für Fragen steht Ihnen der Juryvorsitzende Edmund Pelikan gerne zur Verfügung.

+++Neu im Jahr 2022: der VermögensverwalterPreis+++

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Habona kauft zwei Nahversorger für zehn Millionen Euro

Frankfurt a.M., 13. April 2022 – Die Frankfurter Habona Invest-Gruppe hat für den geschlossenen Publikumsfonds „Habona Deutsche Einzelhandelsimmobilien Fonds 07“ zwei weitere Nahversorgungsimmobilien für über zehn Millionen Euro erworben.

Ein im Bau befindlicher Rewe Markt im Stadtzentrum von Bevern im niedersächsischen Landkreis Holzminden wurde für insgesamt rund sieben Millionen Euro vom Projektentwickler part AG mit Sitz in Bad Gandersheim akquiriert. Auf 1.400 m² Mietfläche ist Rewe die einzige Nahversorgungsadresse in einem attraktiven Umfeld mit starkem Wohnbezug. Für PKWs stehen knapp 90 Parkplätze zur Verfügung.

Ein weiterer, im sächsischen Strehla gelegener Nahversorger wurde von einem privaten Anbieter erworben. Das Gesamtinvestitionsvolumen lag bei über drei Millionen Euro. Die 2021 erweiterte und in diesem Zuge umfangreich modernisierte Immobilie ist langfristig an den Ankermieter Netto vermietet und verfügt über eine Gesamtmietfläche von rund 1.300 m². Für Kunden stehen rund 100 Stellplätze zur Verfügung.

Quelle: Habona Invest (PM vom 13.04.2022)

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Aktueller Marktbericht Q1 2022 zum Zweitmarkt für geschlossene Fonds

Hamburg, 12.4.2022 – Mit einem guten ersten Quartal beginnt der Zweitmarkt für geschlossene Fonds das Handelsjahr 2022. Das am Markt gehandelte Nominalkapital steigt im Vergleich zum vierten Quartal 2021 leicht um 1,4 Prozent auf 98,19 Millionen Euro. Auch die Summe der Kaufpreise erhöht sich und liegt mit 81,24 Millionen Euro etwa 2,5 Prozent über der des letzten Quartals. Entsprechend konstant liegt der durchschnittliche Handelskurs über alle Anlageklassen bei knapp 83 Prozent. Lediglich die Zahl der insgesamt gehandelten Beteiligungen sinkt leicht auf 2.003.

Die Deutsche Zweitmarkt AG erfasst kontinuierlich den öffentlich sichtbaren Handel in den Sparten Immobilie, Schiff und Sonstige Fonds. Auf Immobilienfonds entfällt mit etwas mehr als 66 Prozent wie gewohnt der größte Umsatzanteil. Es folgt die Assetklasse der Schiffsfonds mit etwas über 21 Prozent sowie der Sonstigen Fonds mit knapp 13 Prozent. Der Durchschnittskurs im Bereich der Immobilienfonds liegt im ersten Quartal 2022 bei mehr als 93 Prozent und im Bereich der Sonstigen Fonds bei knapp 41 Prozent. Wie bereits im gesamten Jahr 2021 verzeichnen Schiffsfonds auch im ersten Quartal 2022 Zuwächse an Handelsabschlüssen und Nominalkapital sowie steigende Durchschnittskurse – in den Monaten Januar bis März liegt dieser bei mehr als 74 Prozent.

Mit einem Nominalumsatz von 48,96 Millionen Euro, einem Kaufpreisvolumen von 42,35 Millionen Euro und einem Durchschnittskurs von 83,76 % über alle Assetklassen erzielt die Deutsche Zweitmarkt AG das beste erste Quartal ihres Bestehens. Knapp 60 Prozent des gehandelten Nominalkapitals der DZAG entfallen dabei auf Immobilienfonds.

Marktanalyse Immobilienfonds Q1 2022

Von Januar bis März 2022 wurden 1.269 Handelsabschlüsse im Bereich der geschlossenen Immobilienfonds registriert – ein Rückgang gegenüber dem vierten Quartal 2021 um knapp 9 Prozent (1.393). Mit einem Anteil an vermittelten Beteiligungen von knapp 64 Prozent sind Immobilienfonds wie gewohnt die meistgehandelte Assetklasse. Das gehandelte Nominalkapital liegt mit 57,53 Millionen Euro unter dem des Vorquartals (64,25 Millionen Euro). Auch die Summe der Kaufpreise sinkt und liegt bei 53,59 Millionen Euro. An der Spitze der Top Ten der gehandelten Immobilienfonds steht der DWS – DB Einkaufs-Center-Immobilienfonds mit einem Handelskurs von 680 Prozent (Januar 2022). Der Deutsche Zweitmarktindex für geschlossene Immobilienfonds (DZX-I) schließt am 25. März 2022 bei einem erneuten Allzeithoch von 1.439,75 Punkten.

Marktanalyse Sonstige Fonds Q1 2022

Im ersten Quartal 2022 wurden insgesamt 228 Handelsabschlüsse im Bereich der Sonstigen Fonds registriert – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem vierten Quartal 2021 (332). Das gehandelte Nominalkapital liegt mit 7,7 Millionen Euro unter dem des Vorquartals (12,15 Mio. Euro), die Summe der Kaufpreise sinkt um mehr als 12 Prozent auf 3,15 Millionen Euro. Der Anteil der Sonstigen Fonds an der Anzahl der insgesamt gehandelten Beteiligungen liegt im ersten Quartal 2022 bei knapp 12 Prozent. Der Durchschnittskurs notiert mit 40,85 Prozent wieder deutlich über dem der Monate Oktober bis Dezember 2021 (29,64 Prozent). An der Spitze der Top Ten der gehandelten Sonstigen Fonds steht erneut der LHI – Solar Deutschland III Finsterwalde-Lichterfeld mit einem Handelskurs von 147,00 Prozent (März 2022).

Marktanalyse Schiffsfonds Q1 2022

Im ersten Quartal 2022 wurden insgesamt 506 Handelsabschlüsse im Bereich der geschlossenen Schiffsfonds registriert – 17 Prozent mehr als im Vorquartal. Der aktuelle Anteil an gehandelten Fonds am Gesamtmarkt liegt für Schiffsfonds bei etwas mehr als 25 Prozent. Das gehandelte Nominalkapital beträgt 32,96 Millionen Euro und steigt damit um mehr als 60 Prozent. Die Summe der Kaufpreise steigt um fast 114 Prozent und beträgt 24,50 Millionen Euro. Der Schiffsfonds mit dem höchsten Handelskurs in diesem Quartal ist der Gebab – MS „Buxhansa“ (Sanierungskapital) mit einem Handel zu 134,50 Prozent (2. Februar 2022). Der Deutsche Zweitmarktindex für die Assetklasse Schiff (DZX-S) schließt am 25. März 2022 bei 1.078,15 Punkten.

Quelle: Deutsche Zweitmarkt AG (PM vom 12.04.2022)

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Kio Tindl und Marcel Wiening werden in die Geschäftsführung der HAHN Fonds und Asset Management GmbH berufen

Kio Tindl

Bergisch Gladbach, 12. April 2022 – Die Hahn Gruppe hat Kio Tindl und Marcel Wiening zu Geschäftsführern der HAHN Fonds und Asset Management GmbH ernannt. Die beiden langjährigen Mitarbeiter sind zukünftig auf Geschäftsleitungsebene für die Immobilien-Management-Aktivitäten der Hahn Gruppe verantwortlich, die in der Konzern-Tochtergesellschaft gebündelt sind.

„Kio Tindl und Marcel Wiening sind erfahrene Führungspersönlichkeiten, die das Immobilien Management der Hahn Gruppe in den letzten Jahren entscheidend mitgeprägt haben. Wir freuen uns darüber, dass die beiden Kollegen nun in die Geschäftsführung eintreten. Mit ihrer Expertise werden Sie der Hahn Gruppe wichtige Impulse beim weiteren qualitätsorientierten Ausbau des Immobilienportfolios geben. Kio Tindl wird schwerpunktmäßig mit der Vermietung, Revitalisierung und Neuentwicklung von Immobilien betraut. Marcel Wiening übernimmt die Verantwortung für die Immobilienverwaltung“, erläutert Thomas Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender der Hahn Gruppe.

Kio Tindl (40) ist seit 2013 für die Hahn Gruppe tätig. Der Prokurist war zuletzt Leiter des Bereichs Asset Management & Projektentwicklung, wo er die Vermietung, Neupositionierung und Entwicklung aller Immobilienobjekte des Hahn-Portfolios verantwortet. Seine Karriere startete der Diplom-Architekt bei einer regionalen Projektentwicklungsgesellschaft mit Spezialisierung auf lebensmittelgeankerte Handelsimmobilien.

Marcel Wiening

Marcel Wiening (38) wechselte im November 2019 als Leiter Property Management zur Hahn Gruppe. Er verantwortet mit seinem Bereich das kaufmännische und technische Property Management für die Immobilien im Portfolio der Hahn Gruppe. Zuvor war der Diplom-Kaufmann (FH), MBA, als Prokurist und Leiter Property Management bei der MEC Metro-ECE Centermanagement für das Management von Fachmärkten und Fachmarktzentren zuständig.

Quelle: Hahn Gruppe (PM vom 12.04.2022)

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Aktuelles Gerichtsurteil: Berliner Mietspiegel ist ungültig

Regensburg, 11. April 2022 – Der Berliner Mietspiegel 2021 ist ungültig: Das entsprechende Urteil (AZ 6 C395/21) des Amtsgerichts Spandau wurde 6. April 2022 veröffentlicht. Konkret heißt es in dem Urteil: „Der Berliner Mietspiegel 2021 ist kein qualifizierter Mietspiegel. […] Der Berliner Mietspiegel ist auch kein einfacher Mietspiegel.“ Folglich hat das Gericht das dem Gerichtsverfahren zugrundeliegende Mieterhöhungsverlangen, in dem auf diesen Mietspiegel verwiesen wurde, als unbegründet zurückgewiesen. Berlin hat damit erstmals seit 1987 keinen gültigen Mietspiegel mehr.

Die Ungültigkeit des Berliner Mietspiegels hat weitreichende Folgen für Mieter und Vermieter. Prof. Dr. Steffen Sebastian, Professor am IREBS Institut für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg und Vorsitzender der Mietspiegelkommission der gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung erläutert: „Gut organisierte Großvermieter, die drei passende Vergleichsmieten finden können, dürfen mit diesen Mieten nunmehr auch Mieterhöhungen weit über dem Niveau des Mietspiegels begründen. Private Kleinvermieter können hingegen weder den Mietspiegel 2019 noch 2021 anwenden, da eine Mieterhöhung dann formal unbegründet wäre. Ein Mieter müsste dann nicht zustimmen. Mieter und private Kleinvermieter verlieren gleichermaßen.“

Auch bei Neuvermietungen könnte es zu deutlichen Preissprüngen kommen: Denn wahrscheinlich sind die Berliner Mieter auch nicht mehr durch die Mietspreisbremse geschützt. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18.07.2019 und der einschlägigen Kommentarliteratur ist Voraussetzung, dass Mieter und Vermieter in zumutbarer Weise die gesetzlich zulässige Miete ermitteln können. Gibt es keinen Mietspiegel, so ist es zweifelhaft, ob die Mietpreisbremse verfassungsgemäß ist. Sebastian hierzu: „Ohne gültigen Mietspiegel läuft die Mietpreisbremse bereits de facto ins Leere. Dazu ist auch noch fraglich, ob die Mietpreisbremse ohne Mietspiegel überhaupt verfassungsgemäß ist. Der Mieterschutz ist in Berlin stark eingeschränkt. Das wäre vermeidbar gewesen.“

Am 6. Mai 2021 hatte der Berliner Senat einen neuen Mietspiegel veröffentlicht, den er als sogenannten qualifizierten Mietspiegel ansieht. Tatsächlich ist aber dieser eine zweite Fortschreibung des Mietspiegels 2017. Nach geltendem Bundesrecht ist aber nur eine einmalige Fortschreibung erlaubt. Der Berliner Mietspiegel 2021 ist auch kein einfacher Mietspiegel, da er sich noch aus Mieten eines Vier-Jahres-Zeitraums berechnet. Seit dem 1.1.2020 ist aber auch für einfache Mietspiegel ein Zeitraum von sechs Jahren vorgeschrieben.

Der Berliner Mietspiegel 2021 fügt sich damit in die Vielzahl der Berliner Mietspiegel ein, die erfolgreich vor Gericht angegriffen wurden. Professor Sebastian erläutert: „Kein anderer qualifizierter Mietspiegel wurde vor Gericht so häufig zum ‚einfachen‘ Mietspiegel degradiert wie der Berliner. In den letzten 20 Jahren wurden in fast jedem Berliner Mietspiegel gravierende statistische Fehler festgestellt. Das hat eine Serie von gerichtlichen und außergerichtlichen Streitigkeiten verursacht. Das Vertrauen in den Berliner Mietspiegel ist zerstört.“

Aus Sicht des Wissenschaftlers sollte sich der zuständige Senator für Stadtentwicklung, Andreas Geisel, der völlig verfahrenen Sache persönlich annehmen und aus der Serie von Problemen die Konsequenzen ziehen. „Die Verantwortung für den Mietspiegel sollte federführend dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg übertragen werden. Hiermit wäre nicht nur erstmals eine Erstellung unabhängig von politischer oder interessensgeleiteter Einflussnahme gesichert. Es wäre zudem endlich auch einmal gewährleistet, dass die erforderliche statistische Sachkenntnis vorhanden ist. Nur so lässt sich das Vertrauen in den Berliner Mietspiegel wieder herstellen.“ Dabei müsste das Amt den Mietspiegel noch nicht einmal selbst berechnen. Auch bei einer Vergabe an externe Mietspiegelersteller durch das Amt für Statistik könne dieses in jedem Fall die statistische Qualität besser sicherstellen als die Senatsverwaltung.

Quelle: Prof. Dr. Steffen Sebastian, IREBS International Real Estate Business School der Universität Regensburg und Research Associate am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

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Verhaltener Jahresauftakt auf dem Hotel-Investmentmarkt

© pixabay

Frankfurt, 13.04.2022 – Der deutsche Hotel-Investmentmarkt steht auch in den ersten drei Monaten des Jahres 2022 unter dem Einfluss der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Beschränkungen, was sich immer noch im Investmentvolumen widerspiegelt. Mit rund 440 Mio. € bewegt sich das Investitionsvolumen rund 36 % unter dem 10-jährigen Schnitt bzw. knapp 16 % unter dem Vorjahresquartal. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Nachdem das Vorjahresquartal ungewöhnlich stark durch Family Offices geprägt wurde, dominieren wieder institutionelle Investoren das Feld. Mit rund 22 % Anteil führen Investment Manager das Ranking an, gefolgt von Projektentwicklern und Equity/Real Estate Funds mit jeweils um die 15 %. Die üblicherweise starken Spezialfonds kommen auf einen Marktanteil von gut 10 % und liegen weiterhin unter den Erwartungen, während offene Fonds knapp 13 % zum Gesamtumsatz beitragen. Nennenswerte Umsatzanteile erzielen außerdem noch Corporates (8 %) und Family Offices (gut 7 %). Der sowohl absolut als auch relativ hohe Anteil von Projektentwicklern zeigt, dass es einige Opportunitäten im Markt gibt, die in Verbindung mit einer weiteren Normalisierung der Hotelmärkte das Interesse von Käufern wecken.

Ausländische Investoren weiterhin zögerlich

Der niedrige Anteil an von ausländischen Investoren erworbenen Hotel-Investments ist auch in diesem Quartal zu beobachten. Aktuell liegt der Marktanteil mit einem Wert von 23 % zwar weiterhin deutlich unter dem langjährigen Jahresschnitt, legte jedoch 6,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresquartal zu.

Diese Situation ist allerdings nur eine Momentaufnahme, die sich erfahrungsgemäß schnell ändern kann. In absoluten Zahlen stieg das Volumen somit von 87 Mio. € auf 102 Mio. €. Mit einem zu erwartenden Aufholeffekt in Übernachtungs- und Gästezahlen dürfte im Jahresverlauf das Interesse ausländischer Investoren noch weiter zunehmen. Zudem werden Transaktionsprozesse wieder leichter zu handhaben sein und ermöglichen infolgedessen wieder einen einfacheren Zugang zum Markt.

Hohe Dynamik in mittleren und kleineren Segmenten

Wie bereits im Vorjahresquartal wurde im aktuellen Jahr noch keine Transaktion in der Größenklasse über 100 Mio. € registriert. Zudem hat sich auch der Anteil an Investments zwischen 50-100 Mio. € deutlich von rund 57 % auf knapp 13 % reduziert. Dafür ist weiterhin in der mittleren Größenklasse zwischen 25 und 50 Mio. € eine hohe Marktaktivität festzustellen. Insgesamt entfielen mit fast 180 Mio. € rund 40 % des Investmentvolumens auf den „Mittelbau“. Den größten Anteil hatten allerdings Investments unter 25 Mio. €, wo knapp 206 Mio. € investiert wurden, was 47 % entspricht. Diese Situation spiegelt sich ebenfalls im durchschnittlichen Volumen pro Deal wider, welches mit 17 Mio. € rund 30 % unter dem 5-jahrigen Schnitt liegt. Damit gab es zumindest temporär eine Verschiebung in tendenziell kleinere Deals.

Perspektiven

„Auch Anfang 2022 ist der Hotelmarkt noch deutlich von der Corona-Krise geprägt. Insbesondere in Städten mit üblicherweise hohem Anteil an Geschäftsreisenden oder internationalem Tourismus erfolgt nur eine mühsame Erholung. Die bislang beschlossenen Rücknahmen diverser pandemiebedingter Beschränkungen sowohl in Deutschland, Europa als auch den USA geben Hoffnung auf eine baldige Besserung. Bereits im vergangenen Spätsommer und Frühherbst haben sich Gäste ankünfte und Übernachtungszahlen dem Vorkrisenniveau angenähert oder wurden sogar bereits vereinzelt übertroffen. Infolge dieser verbesserten Perspektiven für Betreiber sollte sich auch die Attraktivität von Hotel-Investments generell erhöhen und zu mehr Investitionen im Jahresverlauf führen“, so Alexander Trobitz.

Quelle: BNP Paribas Real Estate (PM vom 13.04.2022)


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