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Category Archives: Sachwerte

FPRE: Schweizer Immobiliendaten-Spezialist expandiert nach Deutschland

Frankfurt, 08. September 2020 – Die Fahrländer Partner AG (FPRE) expandiert nach Deutschland und hat im August eine Niederlassung in Frankfurt am Main eröffnet. Das unabhängige Beratungs- und Forschungsunternehmen mit Hauptsitz in Zürich ist einer der führenden digitalen Daten- und Modellprovider für die Immobilienbewertung und Raumentwicklung in der Schweiz.

Das forschungsnahe Unternehmen bietet maßgeschneiderte Datenanalysen und Algorithmus-Applikationen für die Analyse und hedonische Bewertung von Wohnungs- und Gewerbeimmobilien. Hauptzielgruppen sind private und institutionelle Investoren, Projektentwickler, Immobilien-Beratungsunternehmen, Asset Manager sowie Finanzdienstleister, Bestandshalter und die Öffentliche Hand.

Digitaler Wegbereiter
FPRE versteht sich als digitaler Wegbereiter und ermöglicht seinen Kunden schnelle und zuverlässige Entscheidungen sowie skalierbare Prognosen und Marktwertermittlungen für Einzelobjekte, umfangreiche Portfolios oder Projektentwicklungen. Der Hauptfokus des Unternehmens liegt auf praxisnahen, anwenderfreundlichen Applikationen und Modulen, die problemlos über Programmierschnittstellen (API) in die technische Kunden-Infrastruktur integriert werden können.

Webapplikation IMBAS
Im Zentrum der Dienstleistungen von FPRE steht das Immobilienbewertungs- und Analysesystem IMBAS. Die Webapplikation verknüpft statistische Methodenkompetenz mit der Logik der Immobilienwirtschaft. Über einen ausgefeilten Algorithmus verdichtet das Tool für jede Adresse in Deutschland ökonomische, demographische und immobilienwirtschaftliche Standort- und Marktdaten. Nutzer können über interaktive Dashboards und auf Basis ihrer individuellen Suchprofile adressgenaue Bewertungen und Analysen für Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser, Mietwohnungen, Büro- und Verkaufsflächen simulieren und kosteneffizient durchführen.

Quelle: Fahrländer Partner (Deutschland) AG (PM vom 08.09.2020)

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BeteiligungsReport 119/2020 | Wesentliche Neuerungen in der Arbeit für FAVs Die Neuregelungen, die für Finanz-anlagenvermittler ab sofort gelten!

Im aktuellen BeteiligungsReport 119/2020 finden Sie folgende Themen:

2 EDITORIAL
3 Wir in den Medien
6 NEWS: Kurz notiert
8 ASSET: Scope Institutionelle Immobilienfonds; Wohnen statt Einzelhandel
10 ASSET: ASSET: FPRE: Metaanalyse
11 ASSET: Über Beteiligungen: Die neue Lust am Wohnen verspricht Stabilität im Portfolio
12 ASSET: Aktuelle Publikums-AIF am Markt
14 CONTROL: Fondsbesprechungen aktueller AIFs
16 CONTROL: RICS erwartet neuen Zyklus für Deutschland
17 CONTROL: Kritisches vom Markt
18 PERSONELLES
19 SOCIETY: Nominierungen zu Deutscher Beteiligungspreis 2020

Ihr Edmund Pelikan

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Die Neuregelungen, die für Finanzanlagenvermittler ab sofort gelten!

Wesentliche Neuerungen in der Arbeit für FAVs

© Shutterstock

Landshut, 01.09.2020- Nun ist es da. Die Auswirkungen der MIFID II schlagen nun auch auf den Markt der Finanzanlagenvermittler (FAV) durch, und bringen gewaltige Veränderungen mit. Vor allem das Taping ist die wohl gravierende Neuerung: jedes Beratungsgespräch am Telefon muss nun aufgezeichnet und archiviert werden. Dazu bieten sich zwar zahlreiche Dienstleister an, aber die entstehenden Kosten und meist ein deutlich geänderter Workflow erschweren die Arbeit in Zukunft. Wie die geneigten Leser wissen, ist der Verfasser dieser Zeilen nicht nur seit Jahren Herausgeber dieser Zeitung, sondern auch als Sachverständiger tätig und im Prüfungsausschuss für die Vergabe der § 34 f (GewO)-Lizenzen bei der IHK tätig. Im Zuge dieser Tätigkeit wird man auch von den jeweils zuständigen IHKs auf dem Laufenden gehalten. Die Information zu den Änderungen zum 01.08.2020 sind eine prägnante Zusammenfassung sozusagen von höchster Stelle, die ich Ihnen nicht vorenthalten will.

Neuregelungen für Finanzanlagenvermittler ab 1. August 2020
Zur Umsetzung der Vorgaben der EU-Finanzmarktrichtlinie (MiFID II) wurden zusätzliche Wohlverhaltensregelungen für gewerbliche Finanzanlagenvermittler in die Finanzanlagenvermittlungsverordnung aufgenommen bzw. bestehende Regelungen an die Vorgaben der MiFID II angepasst. Betroffen sind Finanzanlagenvermittler/-innen und Honorar-Finanzanlagenberater/-innen mit einer Erlaubnis nach § 34f bzw. § 34h Gewerbeordnung (GewO) und ihre mitvermittelnden Angestellten.
Im Wesentlichen geht es um folgende Neuregelungen:

Vermeidung, Regelung und Offenlegung von Interessenkonflikten
Es wird eine neue Pflicht zur Vermeidung, Regelung und Offenlegung von Interessenkonflikten und zur Ausgestaltung der Vergütungsstruktur, durch die Interessenkonflikte vermieden werden sollen, eingeführt.
Sofern sich Interessenkonflikte im Vorfeld nicht vermeiden lassen, sind diese so zu regeln, dass Vorkehrugen getroffen werden, die verhindern, dass die Interessenkonflikte auf den Anleger durchschlagen. Dies betrifft insbesondere auch Interessenkonflikte, die durch die Gewährung und/oder Entgegennahme von Zuwendungen oder durch andere Anreize oder die bestehende Vergütungsstruktur entstehen können. Sofern sich Interessenkonflikte nicht vermeiden lassen, sind diese rechtzeitig vor Abschluss eines Geschäftes gegenüber dem Anleger offen zu legen. Beschäftigte dürfen nicht in einer Weise vergütet oder bewertet werden, die mit ihrer Pflicht kollidiert, im bestmöglichen Kundeninteresse zu handeln. Insbesondere dürfen keine Vereinbarungen über Vergütung und Verkaufsziele getroffen werden, die Beschäftigte dazu verleiten könnten, einem Anleger eine bestimmte Finanzanlage zu empfehlen, obwohl sie eine andere Anlage empfehlen könnten, die den Bedürfnissen des Anlegers besser entsprechen.
Soweit Interessenkonflikte daraus resultieren können, dass der Gewerbetreibende Anlageberatung oder Anlagevermittlung im Hinblick auf Finanzanlagenprodukte nur eines oder nur weniger Emittenten oder Anbieter anbietet, gilt die Mitteilung über mögliche Interessenkonflikte durch die Erteilung der statusbezogenen Informationen nach § 12 Abs. 1 Nummer 4 Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) als erfüllt.

Jährliche Kosteninformation
Der Gewerbetreibende hat den Anleger darüber hinaus regelmäßig, mindestens jedoch jährlich während der Laufzeit der Anlage über die Kosten und Nebenkosten zu informieren.
Der Gewerbetreibende kann dazu die ihm vom Emittenten oder dem depotverwaltenden Institut zur Verfügung gestellten Kosteninformationen verwenden. Dies gilt allerdings nicht für die Informationen über die Kosten, die bei dem Gewerbetreibenden anfallen. Über diese muss der Gewerbetreibende in jedem Fall eine eigenständige Information zur Verfügung stellen, da
dem Emittenten oder depotverwaltenden Institut darüber keine Informationen vorliegen. Die Pflicht zur regelmäßigen, mindestens aber jährlichen Information des Anlegers besteht nur, sofern im Laufe des Kalenderjahres eine laufende Geschäftsbeziehung zwischen dem Gewerbetreibenden besteht oder bestand.

Geeignetheitsprüfung
Der Gewerbetreibende ist verpflichtet, den vom Produktgeber bzw. Konzepteur bestimmten Zielmarkt zu berücksichtigen und mit dem jeweiligen Anleger abzugleichen. Der Gewerbetreibende muss sich dazu alle erforderlichen Informationen zum Zielmarkt des Produktgebers bzw. Konzepteurs beschaffen und die Merkmale der jeweiligen Finanzanlage sowie den Zielmarkt verstehen. Er muss die Vereinbarkeit der Finanzanlage mit den Bedürfnissen des Anlegers beurteilen und muss sicherstellen, dass er die Finanzanlage nur
empfiehlt, wenn dies im Interesse des Anlegers ist. Dabei ist es grundsätzlich auch zulässig, wenn der Gewerbetreibende in begründeten Ausnahmefällen eine Anlage außerhalb des Zielmarktes vertreibt. Dies kann in begründeten Fällen unter dem Gesichtspunkt der
Diversifizierung sogar im bestmöglichen Interesse des Anlegers sein.

Zuwendungen
Die Annahme und Gewährung von Zuwendungen darf nicht nur der ordnungsgemäßen Vermittlung und Beratung im Interesse des Anlegers nicht entgegenstehen, sondern darf sich darüber hinaus auch nicht nachteilig auf die Qualität der erbrachten Finanzdienstleistung auswirken. Die Verpflichtung des Gewerbetreibenden, im bestmöglichen Interesse des Anlegers ehrlich, redlich und professionell zu handeln darf nicht beeinträchtigt werden. Unter den genannten Voraussetzungen ist die Annahme von Zuwendungen auch weiterhin zulässig.

Geeignetheitserklärung
Das bisher anzufertigende Beratungsprotokoll wird durch die Geeignetheitserklärung ersetzt. Diese ist dem Anleger bei einer Anlageberatung vor Abschluss des Vertrages auf einem dauerhaften Datenträger zur Verfügung zu stellen. Die Pflicht zur Erstellung und Zurverfügungstellung der Geeignetheitserklärung gilt nicht gegenüber professionellen Kunden und Privatkunden, die als professionelle Kunden eingestuft werden. Die Verpflichtung, dem Anleger regelmäßige Geeignetheitsberichte zur Verfügung zu stellen, besteht jedoch nur in den Fällen, in denen der Gewerbetreibende dem Anleger eine regelmäßige Beurteilung der Geeignetheit der empfohlenen Finanzanlagen angeboten hat.

Aufzeichnungspflicht von Telefongesprächen und sonstiger elektronischer Kommunikation
Ziel der Pflicht zur Aufzeichnung von Telefongesprächen und sonstiger elektronischer Kommunikation ist die Stärkung des Anlegerschutzes, die Verbesserung der Marktüberwachung und die Schaffung von Rechtssicherheit im Interesse der Finanzanlagenvermittler und der Anleger. Die Aufzeichnung dient dem Zweck der Beweissicherung und soll insbesondere dokumentieren, ob der Anleger über die Chancen, Risiken und Eigenschaften einer empfohlenen Finanzanlage informiert wurde. Der Umfang der Aufzeichnung darf nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung des genannten Zwecks der Beweissicherung hinausgeht.
Aufzeichnungspflichtig sind Telefongespräche und sonstige elektronische Kommunikation, sobald sie sich auf die Vermittlung von oder die Beratung zu Finanzanlagen im Sinne des § 34f Abs. 1 Satz 1 der Gewerbeordnung beziehen. Der Aufzeichnungspflicht unterliegen hingegen nicht telefonische Terminabsprachen, Anbahnungsgespräche und Gespräche, die nicht die Beratung zu oder Vermittlung von einzelnen oder mehreren konkreten Finanzanlagen zum Inhalt haben. Telefongespräche und elektronische Kommunikation, die sich auf Versicherungsprodukte oder Darlehen beziehen, fallen daher nicht unter die Aufzeichnungspflicht. Soweit Internet-Dienstleistungsplattformen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung durch Telefon oder sonstige elektronische Korrespondenz erbringen und diese als rein digitale Prozesse ablaufen, unterfallen diese nicht der Aufzeichnungspflicht nach
§ 18a, wohl aber der allgemeinen Aufzeichnungspflicht nach § 22 FinVermV.
Sofern der Gewerbetreibende sowohl als Finanzanlagenvermittler nach § 34f bzw. als Honorar-Finanzanlagenberater nach § 34h GewO als auch als Versicherungsvermittler nach § 34d und/oder Immobiliardarlehensvermittler nach § 34i GewO tätig ist, kann ein Gespräch in seinem Verlauf von der aufzeichnungspflichtigen Finanzanlagenvermittlung auf die nicht aufzeichnungspflichtige Versicherungsvermittlung oder Immobiliardarlehensvermittlung übergehen. Ein genauer Zeitpunkt, ab dem oder bis zu dem eine Aufzeichnung des Telefongesprächs vorzunehmen ist, lässt sich daher nicht in jedem Fall genau bestimmen.
Denn nicht immer ist im Vorhinein absehbar, ob der Anleger in einem Telefongespräch, das zunächst Finanzanlagen zum Inhalt hat, zu einem späteren Zeitpunkt von sich aus z. B. Versicherungsprodukte ansprechen wird. Genauso gut kann im Verlauf eines Telefongesprächs der Gewerbetreibende zu dem Ergebnis kommen, dass z. B. ein Versicherungsprodukt die Bedürfnisse des Kunden besser erfüllt als eine Finanzanlage, das zunächst aufzeichnungspflichtige Gespräch kann sich somit zu einem nicht aufzeichnungspflichtigen Gespräch entwickeln. Der Gewerbetreibende ist verpflichtet, angemessene technische und elektronische Maßnahmen zu ergreifen, um die Aufzeichnung von einschlägigen Telefongesprächen und elektronischer Kommunikation zu ermöglichen.
Dies gilt sowohl für die vom Gewerbetreibenden zur Verfügung gestellten dienstlichen technischen Geräte, z. B. Smartphone, Festnetztelefon oder Laptop, wie auch für die genutzten privaten technischen Geräte des Gewerbetreibenden und seiner Angestellten. Der Gewerbetreibende ist verpflichtet, die Anleger über die Aufzeichnung von Telefongesprächen und elektronischer Kommunikation vorab zu informieren. In gleicher Weise müssen die Beschäftigten des Gewerbetreibenden vorab über die Aufzeichnungspflicht informiert werden. Dabei ist es ausreichend, wenn der Gewerbetreibende die Information einmalig vor einem aufzeichnungspflichtigen Telefongespräch oder elektronischer Kommunikation informiert, eine wiederholte Information über die Aufzeichnungspflicht ist nicht erforderlich. Sofern die Vorabinformation über die Aufzeichnung nicht erfolgt ist oder der Anleger der Aufzeichnung widersprochen hat, darf der Gewerbetreibende keine telefonische oder mittels sonstiger elektronischer Kommunikation durchgeführte Anlageberatung oder Anlagevermittlung durchführen.
Ferner ist der Gewerbetreibende verpflichtet, technische Vorkehrungen zu treffen, die die Aufzeichnungen gegen nachträgliche Verfälschung und unbefugte Verwendung sichern.
Zudem wird klargestellt, dass die Aufzeichnungen nur zu dem genannten Zweck der Beweissicherung dienen und nicht zu anderen Zwecken genutzt werden dürfen. Insbesondere darf der Gewerbetreibende die Aufzeichnungen nicht zum Zweck der Überwachung seiner Beschäftigten nutzen. Eine Auswertung der Aufzeichnungen darf nur durch den Gewerbetreibenden selbst oder gesondert zu benennende Beschäftigte des Gewerbetreibenden und durch die für die Überwachung des Gewerbebetreibenden zuständige Behörde, deren Beauftragte oder eine Strafverfolgungsbehörde erfolgen. Der Gewerbetreibende darf die von ihm angefertigten Aufzeichnungen im Schadenfall verwenden und auswerten und z. B. an seine Berufshaftpflichtversicherung weiterleiten.
Der Gewerbetreibende hat dem Anleger jederzeit auf Verlangen eine Kopie der ihn
betreffenden Aufzeichnungen zur Verfügung zu stellen. Die Aufzeichnungen sind nach zehn Jahren zu löschen bzw. zu vernichten sind und die Löschung bzw. Vernichtung zu dokumentieren ist. Der Gewerbetreibende muss sicherstellen, dass seine Beschäftigten auch die Pflicht zur Aufzeichnung von Telefongesprächen und sonstiger elektronischer Kommunikation einhalten.

Aufbewahrungsfrist
Die Pflicht des Gewerbetreibenden, Unterlagen und Aufzeichnungen auf einem dauerhaften Datenträger aufzubewahren, wird auf die Aufzeichnungen von Telefongesprächen und elektronischer Kommunikation erstreckt. Die bisherige fünfjährige Aufbewahrungsfrist wird auf
zehn Jahre ausgeweitet. Grund für die Ausweitung der Aufbewahrungsfrist ist, dass Finanzanlagen oftmals eine längere Laufzeit als fünf Jahre haben. So können Anteile an geschlossenen Investmentfonds häufig in den ersten fünf bis zehn Jahren nicht veräußert
werden. Die Unterlagen sind so aufzubewahren, dass sie von den Geschäftsräumen aus zugänglich sind. Dies kann z. B. durch die physische Aufbewahrung der Unterlagen in den Geschäftsräumen selbst erfolgen, aber auch durch eine Aufbewahrung von elektronischen Kundenakten auf externen Servern, soweit diese von den Geschäftsräumen aus zugänglich sind.

Sachkundeprüfung
Die in der Anlage 1 der FinVermV aufgeführten inhaltlichen Anforderungen an die Sachkundeprüfung werden um die in der Verordnung neu geregelten Pflichten des Gewerbetreibenden ergänzt. Dies betrifft insbesondere die Anforderungen zur Vermeidung, Regelung und Offenlegung von Interessenkonflikten sowie zur Vergütungspolitik sowie die Pflicht zur Aufzeichnung von telefonischen Vermittlungs- und Beratungsgesprächen und elektronischer Kommunikation.

Dies alles gilt nun seit August. Nach heutigem Stand wird damit für das Prüfungsjahr 2020 gemäß FinVermV eine zweitgeteilte Prüfung notwendig sein, bei der bis Juli die bisherigen Anforderung gelten und ab August dann das Taping sowie Änderungen bei der Geeignetheitsprüfung berücksichtigt werden müssten. Man darf gespannt sein, wie sich dies auf die Kosten auswirkt. Frühestens ab Januar 2021 erwarten die Branche dann noch den Aufsichtswechsel. Er wird kommen, das scheint sicher. Jedoch über das Wann streiten noch die Parteien, nach dem Desaster rund um Wirecard. Es wird also auch hier wieder ein politisches Ränkespielchen stattfinden. Sicher ist aber auch, dass die Sachkundeprüfung bei den IHKs verbleibt. Dies aber nur, da nur noch ganz wenige die 34f-Lizenz neu beantragen werden, da die Zukunft des Markt allein schon wegen der immer weiter steigenden Kosten und den zunehmenden Aufsichtsanforderungen zu 32er-Finanzinstituten und Haftungsdächer bzw. professionelle Großvertriebe und -pools liegt. Die Politik liebt keine soliden Einzelkämpfer und die neue Aufsicht noch viel weniger. Fakt ist, das der Markt langfristig für FAV unattraktiv wird.
Bleiben Sie kritisch und leben Sie
#finanzbewusstsein

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Ministerin a.D. Aygül Özkan neue ZIA-Geschäftsführerin

Berlin, 03.09.2020 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, verstärkt erneut seine Führungsstruktur. Der Vorstand hat Aygül Özkan mit sofortiger Wirkung zur weiteren Geschäftsführerin berufen.

Die 49 jährige Juristin und Wirtschaftsmanagerin blickt auf 20 Jahre Führungsfunktionen in der deutschen Wirtschaft, bei der Deutschen Telekom AG, der TNT Post sowie zuletzt als Geschäftsführerin und Mitglied der Management Group Germany der Deutschen Bank PCC Services GmbH. Die mehrfach als Young Leader ausgezeichnete Hamburgerin bekleidete politische Führungsämter in der Hamburgischen Bürgerschaft wie auch im Niedersächsischen Landtag und war zudem Landesministerin in Niedersachsen. Neben zahlreichen weiteren Ehrenämtern führt sie als Vorstand den Bundesverband der Migrantenwirtschaft.

ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner: „Mit Aygül Özkan kommt eine hochkompetente ehemalige Gesundheits- und Bauministerin zu uns – nicht nur in diesen Zeiten ein ganz besonderer Gewinn“.

Quelle: ZIA (Pressemitteilung vom 03.09.2020)

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Solvium Capital: Mit neuem Produkt über die 300-Millionen-Marke

Hamburg, 03. September 2020 – Nur fünf Wochen nach Vertriebsstart eines neuen Angebots hat Solvium Capital eine neue Hürde genommen: Über 300 Millionen Euro haben Anleger Solvium Capital seit Gründung des Unternehmens im Jahr 2011 bisher insgesamt anvertraut. Das neue Angebot Logistik Opportunitäten Nr. 2 legte zudem einen rasanten Start hin: In knapp 5 Wochen wurden rund 5 Millionen Euro platziert.

Das Unternehmen ist 2011 mit innovativen Container-Direktinvestments an den deutschen Investorenmarkt gegangen. Im Jahr 2014 schloss Solvium Capital eine Kooperation mit der Axis Intermodal Deutschland GmbH, dem größten europäische Unternehmen für Vermietung und Management von Wechselkoffern. Anfang Juni 2020 hat die Solvium-Gruppe alle Anteile der Axis vom bisherigen Gesellschafter, Geschäftsführer Heiner Mangels, übernommen.

Im Dezember 2015 kam Solvium als erster Anbieter mit einem Direktinvestment in Container als Vermögensanlage nach dem damals neuen Kleinanlegerschutzgesetz auf den Markt. Anfang Oktober 2019 bot Solvium Capital erstmalig auch eine Namensschuldverschreibung an. Zurzeit ist der erste Alternativer Investmentfonds im Genehmigungsprozess.

Geschäftsführer André Wreth: „Die Platzierung unseres Angebots läuft auch während der Corona-Krise zufriedenstellend. Offensichtlich verstehen viele Partner und Anleger, dass Container und Wechselkoffer auch und gerade in einer Krise gebraucht werden.“ Und weiter: „300 Millionen Euro platziertes Volumen, das Ergebnis und Vertrauen freut uns wirklich sehr. Wir werden auch weiterhin unser Bestes geben, um attraktive Produkt für unsere Kunden in den Vertrieb zu bringen. Wir sagen Danke an unsere Vertriebspartner, Kunden und unsere Mitarbeiter.“

Solvium verfügt seit der Unternehmensgründung im Jahr 2011 über einen makellosen Track Record. Solvium betreut in Deutschland über 13.500 geschlossene Verträge und hat bislang mehr als 300 Millionen Euro Anlegerkapital investiert. Alle Miet-, Zins- und Rückzahlungen, mittlerweile mehr als 150 Mio. Euro, wurden planmäßig und pünktlich geleistet. Das Unternehmen wird geleitet von den Geschäftsführern Marc Schumann und André Wreth. Jürgen Kestler und André Wreth sind Geschäftsführer der Solvium Capital Vertriebs GmbH.

Quell: Solvium Capital (Pressemitteilung vom 03.09.2020)

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TSO schüttet in Krisenzeiten über 10 Millionen US-Dollar aus

Frankfurt, 02. September 2020 – Dank eines sorgfältigen Cash-Managements in der gegenwärtigen Krisensituation ist TSO in der Lage, über 10 Millionen US-Dollar für das zweite Quartal 2020 an die Investoren auszuschütten. Damit hat TSO nun seit 56 Quartalen, bzw. seit 14 Jahren, ohne Unterbrechung Quartalsausschüttungen geleistet.

Im Juni dieses Jahres hat TSO das 14. Jahr erfolgreicher und profitabler Geschäftstätigkeit abgeschlossen: Seit 2006 wurden etwa 764,7 Millionen US-Dollar im Rahmen der öffentlich angebotenen Beteiligungen am deutschen Marktplatziert. Voraussichtlich wird noch in diesem Jahr die 800 Millionen US-Dollar-Marke überschritten. TSO hat in dieser Zeit kontinuierlich Ausschüttungen vorgenommen, die bis heute mehr als 377,4 Millionen US-Dollar betragen.

„Auf diese Leistungsbilanz sind wir besonders stolz. Wir sind äußerst dankbar für das Vertrauen, das uns unsere Anleger über diesen Zeitraum entgegengebracht haben und hoffentlich auch in Zukunft entgegenbringen werden“, so A. Boyd Simpson, Gründer und Präsident von The Simpson Organization (TSO). „Es ehrt uns, bereits mehr als 7.000 deutsche Limited Partner in unseren Beteiligungen betreuen zu dürfen und mit Hunderten von Vertriebspartnern auf dem deutschen Markt zusammenzuarbeiten.“

In einer Zeit, die aufgrund von COVID-19 und politischer Disruption, großer Unsicherheit unterliegt, passt TSO die kurz- und langfristigen Geschäftspläne an die sich ständig ändernde Faktenlage an. „Auf der Grundlage zahlreicher Peer-Group-Daten zu Mieterhebungen aus öffentlichen und privaten Quellen und einer sehr genauen Analyse jedes einzelnen Mieters unserer Objekte, haben wir die Ausschüttungen für das zweite Quartal 2020 sorgfältig und auf konservativer Basis bemessen“, erläutert Simpson. „Gegenwärtig betrachten wir ein sorgfältiges und umsichtiges Cash-Management als unser oberstes Ziel.“
Die TSO Beteiligungen können dadurch folgende Ausschüttungen leisten:
Der TSO-DNL Fund II, TSO-DNL Fund III und der TSO-DNL Active Property II schütten jeweils volle 2 Prozent aus.
Bei drei Vermögensanlagen werden die Ausschüttungen reduziert. Dazu gehören der TSO-DNL Fund IV, bei dem die Ausschüttung um 1 Prozent reduziert werden, wodurch das kostenintensivste Darlehen der Beteiligung (im Objekt Executive Tower) bedient werden kann. Somit fallen keine Fremdkapitalkosten mehr an.
Der TSO-DNL Active Property reduziert wegen der Einzelhandelsimmobilien Vero Beach und Warehouse Row die Ausschüttung um 0,75 Prozent.
Zusätzlich nutzt der TSO RE Opportunity die Marktchancen und erwirbt ein weiteres Grundstück (Southern Commons). In diesem Rahmen reduziert sich die Ausschüttung auf 1 %.
Gute Nachrichten gibt es auch für die Anleger der TSO Active Property III: nach dem bereits ausgeschütteten Frühzeichnerbonus leistet TSO nun die ersten Quartalsausschüttungen in Höhe von 2 Prozent pro Quartal für das 4. Quartal 2019 sowie das 1. und 2. Quartal 2020.
Immobilien schneiden in Abschwungphasen besser als viele andere Anlageklassen ab: Die Zinssätze für Fremdfinanzierung von Gewerbeimmobilien sind niedriger als jemals zuvor in der Geschäftstätigkeit von TSO. „Dies bietet eine bedeutende Gelegenheit für Einsparungen im Rahmen von Refinanzierungen, was wir im großen Stil umsetzen. Daneben können Darlehen für neue Immobilien zu ausgezeichneten Konditionen aufgenommen werden, weshalb wir auch an dieser Stelle das Tempo erhöhen“, erklärt Simpson.

TSO konnte in den letzten Monaten Refinanzierungen von sieben Objekten abschließen, was den Cashflow des Unternehmens insgesamt um etwa 3 Millionen US-Dollar pro Jahr verbessern wird. Gegenwärtig verfolgt TSO sieben weitere Refinanzierungen, die, wenn sie gemäß der Zielvorgabenabgeschlossen werden, zu einer zusätzlichen Portfoliooptimierung von über 4 Millionen US-Dollar jährlich führen werden.
„Wir setzen unser Management entschlossen fort, um die kurzfristigen Auswirkungen auf unser Geschäft zu minimieren und Gelegenheiten zur langfristigen Wertsteigerung zu nutzen“, fasst Simpson zusammen. Betreffend Mieteinnahmen in den Krisenmonate führt er aus: „Mit unseren Bemühungen sind wir auch bislang erfolgreich. Unsere erzielten Ergebnisse liegen unter den obersten 10% des Marktumfelds.“

Quelle: The Simpson Organization, Inc. („TSO“) (Pressemitteilung vom 02.09.2020)

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JLL: Direkte Immobilieninvestments global um 29 Prozent auf 321 Mrd. USD geschrumpft

Frankfurt, 24. August 2020 – Im zweiten Quartal 2020 zeigen die jüngsten Daten eine starke Abschwächung der globalen Wirtschaftsleistung. Mit einem derzeit prognostizierten Minus von 5 Prozent liegt das Wirtschaftswachstum im Corona-Jahr 2020 noch deutlich unter der negativen Entwicklung während der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Arbeitsplätze werden verloren gehen, einige Unternehmen den Turnaround nicht schaffen. Allerdings gab es in den letzten Wochen auch erste Anzeichen einer schrittweisen Stabilisierung: Die Verbraucherstimmung und die Stimmung in den Unternehmen könnten ihren Tiefpunkt erreicht haben. Fragil bleibt die Situation weltweit allemal. Die finanzpolitischen und monetären Stützungsmaßnahmen der Regierungen könnten in den kommenden Jahren vielerorts und für einige Branchen notwendig bleiben.

„Ohne Frage, es wird ein hartes und langes Stück Arbeit, die Wirtschaft wieder auf’s Gleis zu setzen. Erste Lockerungen mussten in einigen Ländern teilweise wieder zurückgefahren werden. Das Risiko einer zweiten Pandemie-Welle bleibt nach wie vor bestehen mit einem erneuten Lockdown in der Konsequenz. Gerade hat es Spanien und die Balearen mit voller Wucht erwischt, darunter leidet nicht nur die Tourismusbranche“, so Hela Hinrichs, Senior Director, JLL EMEA Research & Strategy. „Weltweit arbeiten einige Unternehmen nach wie vor weiter mit begrenzter Kapazität, teilweise durch Regierungserlass. Auch die Verbraucher agieren längst nicht wieder auf Vor-Corona-Niveau“.

Die beispiellosen Auswirkungen von COVID-19 auf die Makroökonomie führten zu einem dramatischen Rückgang des globalen Transaktionsvolumens im zweiten Quartal: im Jahresvergleich mussten für die Monate April bis Ende Juni Einbußen von 55 Prozent auf 107 Mrd. USD hingenommen werden. Damit bilanziert das Halbjahresvolumen direkter gewerblicher Immobilieninvestments in über 50 Ländern 321 Mrd. USD, entsprechend einer Reduzierung um 29 Prozent. “Es ist das niedrigste Transaktionsvolumen seit dem ersten Halbjahr 2012,“ so Hela Hinrichs. Am stärksten im Jahresvergleich gelitten haben gemischt genutzte Immobilien (-57%) und Hotels (-50%). Büro- und Retailobjekte mussten Einbußen von jeweils circa einem Drittel hinnehmen. Weniger stark waren die Assetklassen Health-Care (-22%) und Logistik betroffen
(-13%). „Gut gelaufen sind Transaktionen in alternative Assets wie Datencenter oder vor allem in der Region Asien-Pazifik Bildungseinrichtungen, die, wenngleich auf niedrigem Niveau, sogar minimal zulegen konnten“.

Keine der drei Weltregionen blieb im zweiten Quartal und damit auch in den ersten sechs Monaten verschont: der amerikanische Kontinent litt mit einem Minus von 72 Prozent (USA: -74%) bzw. – 37 Prozent jeweils gegenüber dem Vorjahreszeitraum am stärksten unter der Zurückhaltung der Investoren, gefolgt vom asiatisch-pazifischen Raum (Q2: – 39%, H1: – 32%). EMEA kam aufgrund von einigen Überhängen aus Vor-Corona-Zeiten, mit Abschluss insbesondere im ersten Quartal, noch recht glimpflich davon und konnte bis zur Jahresmitte ein Transaktionsvolumen von 116 Mrd. USD verbuchen. Der prozentuale Rückgang war mit 13 Prozent vergleichsweise moderat.

„Reisebeschränkungen, eine generell zunehmende Verunsicherung und sich weiter verschärfender wirtschaftlicher Gegenwind ließen Verhandlungen stocken oder machten Verschiebungen erforderlich. Vielerorts wurden Transaktionen sogar ad acta gelegt”, so Hela Hinrichs. Hinrichs weiter: „Zu beobachten war auch, dass sich Märkte mit höherer Transparenz und einem breiten Fundament an inländischem Kapital als widerstandsfähiger erwiesen und eine bessere Performance zeigten als Märkte ohne diese Voraussetzungen. Beide Voraussetzungen sind zunehmend relevant angesichts der bestehenden intra- und interregionalen Reisebeschränkungen und der zu bewältigenden Herausforderungen, um eine sorgfältige Due Diligence durchführen zu können.“ Die Erwartungen für eine Erholung auf den Investmentmärkten seien sehr unterschiedlich. Während die Märkte in der asiatisch-pazifischen Region bei selektiv zunehmenden Geschäftstätigkeiten als erste wieder mehr Investmentaktivitäten auf sich ziehen dürften, werde das Volumen der Transaktionsabschlüsse in den USA und in Europa in den kommenden Monaten eher verhalten bleiben. „Wir gehen aber generell davon aus, dass wieder deutlich mehr Investoren bereit sind, Verhandlungen auch Abschlüsse folgen zu lassen. Die Transaktions-Pipelines zumindest haben sich in den letzten Wochen wieder gefüllt. Ähnlich wie bereits in Asien zu beobachten, könnte auch auf dem amerikanischen Kontinent und in EMEA ein Fokus auf Joint Ventures, Fonds und Plattforminvestitionen zu beobachten sein”, so Hela Hinrichs.

Quelle: JLL (PM vom 24.08.2020)

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Globaler Bürovermietungsmarkt: Auswirkungen der Pandemie schlagen im zweiten Quartal durch – deutlicher Rückgang des Umsatzvolumens

© pixabay

Frankfurt, 21. August 2020 – Nach einem insgesamt bereits verhaltenen ersten Quartal mit einem Minus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nur zum Teil auf COVID-19 zurückzuführen, kam es auf den Büromärkten rund um den Globus im zweiten Quartal 2020 zu deutlichen Umsatzrückgängen. Mit einem Minus gegenüber dem Vorjahresquartal von 59 Prozent auf 4,51 Mio. m² bilanzierte das weltweite Umsatzvolumen einen höheren Rückgang gegenüber dem Vorjahr als in jedem Drei-Monats-Zeitraum während der globalen Finanzkrise 2008-2009. Insgesamt lag das Umsatzvolumen in den ersten sechs Monaten 2020 bei 12,87 Mio. m², 41 Prozent unter dem Vorjahr.

„Für Büronutzer steht aktuell die Kostenkontrolle im Fokus. Vielfach wurden Anmietungsentscheidungen verschoben oder auf Eis gelegt. Remote Working – Programme und veränderte Flächenerfordernisse aufgrund der notwendigen Abstandsregeln führen dazu, dass die Einschätzung des zukünftigen Flächenbedarfs erschwert wird. Der Bedarf wird kurz- und mittelfristig eingehenden Prüfungen unterzogen“, so Hela Hinrichs, Senior Director, JLL EMEA Research & Strategy.

Besichtigungsaktivitäten seien während des Lockdowns praktisch zum Erliegen gekommen. Die Unsicherheiten und die damit verbundenen Herausforderungen zum einen bei der Standortsuche aber auch beim Flächenausbau seien eklatant. Auch die Dauer von Mietvertragsverhandlungen habe sich verlängert.

Angesichts der schwachen Nachfrage ist der globale Büroflächenleerstand über alle Regionen hinweg von 10,7 Prozent im ersten Quartal auf 11,2 Prozent im zweiten Quartal gestiegen.

„Weltweit befinden sich die Märkte nach dem Lockdown noch in unterschiedlichen Stadien, mancherorts sind jedoch bereits erste positive Zeichen der Erholung zu erkennen, zum Beispiel auf dem chinesischen Festland auf Grund der Aufhebung der Quarantänemaßnahmen“, so Hela Hinrichs.

Im weltweiten Durchschnitt gingen die Mietpreise gegenüber dem Vorquartal um 1,2 Prozent zurück und notierten damit den ersten Quartalsrückgang seit Ende 2012. In vielen Märkten bewegen sich die Mieten in Richtung Korrektur. „Wie deutlich diese Korrektur sein wird, hängt von den Vor-Corona-Marktgegebenheiten ab. Generell haben Vermieter bei Mietvertragsverhandlungen eine der Situation angepasste Haltung eingenommen und der Sicherung von Belegung und Ertrag den Vorrang vor der Qualität der Mieter und den erzielbaren Mieten eingeräumt“, so Hinrichs.

Nach Inkrafttreten der meisten Beschränkungen in der Region EMEA im März wurden im zweiten Quartal die meisten neuen Mietabschlüsse (außer denen, die für Unternehmen von entscheidender Bedeutung waren und sind) auf Eis gelegt. Das führte zu einem Rückgang des europäischen Büroflächenumsatzes in den Monaten April bis Ende Juni auf nahezu ein Rekordtief von 1,8 Mio. m², entsprechend einem Rückgang um 49 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Das Tempo von Vertragsverhandlungen ist und wird verhalten bleiben, solange sich Unternehmen mit einer „neuen Normalität“ arrangieren. Zu beobachten ist bereits ein wachsendes Interesse an Anmietungen aus Wachstumssektoren wie der Konsumgüterbranche, dem E-Commerce, der Neuen Medien oder Technologieunternehmen.

In den USA sank das Umsatzvolumen im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um rund zwei Drittel, der höchste jemals registrierte Rückgang eines Drei-Monats-Zeitraums im Jahresvergleich.

Der Finanz- und der Technologiesektor notierten ähnliche Anmietungsniveaus. Großflächige Abschlüsse wurden hauptsächlich durch die Regierung, den Gesundheitssektor und von Krankenversicherungen getätigt. Die Co-Working-/ Flex Space-Betreiber haben im zweiten Quartal ihre Anmietungsaktivitäten stark zurückgefahren, einige verhandeln bestehende Mietverträge mit ihren Vermietern.

Auf dem gesamten Vermietungsmarkt stiegen die Untermietflächen durch Flächenrückgaben und Remote-Working-Maßnahmen um über 10 Prozent.

Ein deutlicher Rückgang des Umsatzvolumens wird auch aus der Region Asien-Pazifik gemeldet: gegenüber dem Vorjahr schlägt im zweiten Quartal ein Minus von 61 Prozent zu Buche. Dabei zeigte der Technologiesektor in Märkten wie Peking und Bengaluru eine größere Widerstandsfähigkeit. Neuvermietungen erfolgten auch durch Finanzunternehmen in Shanghai und Hongkong.

Weiter ungewisse Aussichten

„In der zweiten Jahreshälfte 2020 werden aller Augen auf die Fähigkeit der Märkte gerichtet sein, einer potenziellen zweiten Welle von COVID-19 standzuhalten. Aktuell entscheidend: die Reaktion der Nutzer auf das Ende der Lockdowns bzw. auf einen erneuten Lockdown und das allmähliche Wiedereinsetzen des Marktgeschehens“, wagt Hela Hinrichs einen Blick voraus. Die Verhandlungsposition der Mieter dürfte sich verbessern und gleichzeitig zu einer gewissen Erholung des Umsatzvolumens im dritten und vor allem im vierten Quartal beitragen. Obwohl die Bautätigkeit, die während des Lockdowns massiv beeinträchtigt wurde, in vielen Märkten wieder zu einem gewissen Normalitätsgrad zurückkehrt, sind bei Fertigstellungen bereits Verzögerungen bis zu 12 Monaten zu vermelden. Der Leerstand wird in der zweiten Jahreshälfte voraussichtlich weiter steigen, gleichzeitig werden die verhaltenen Anmietungen kurzfristig durch die schwächere Entwicklungspipeline teilweise abgefedert.

Quelle: JLL (PM vom 21.08.2020)

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Der Immobilienbrief 2020

„Der Immobilienbrief“ Nr. 485:

Im Editorial des Expo Real Special blickt Werner Rohmert, der in 30 Jahren eine Reihe von Krisen durchlebte, in seine persönliche Glaskugel aus Volkswirtschaftslehre und Erfahrung in der Immobilienwirtschaft. Wenn heute Entwicklungen durch die Corona-Folgen forciert werden, die seit über 20 Jahren „logisch“ sind, bleiben das keine Eintagsfliegen, sondern sind natürlicher Fortschritt. Homeoffice ist dabei unser kleinstes Problem, wenn auch das sichtbarste. Die volks- und immobilienwirtschaftlichen Rahmenbedingen, die in Verbindung mit der Zinsentwicklung einen 15-jährigen Boom verursachten, bilden jetzt aber ein ideales Gebräu zur Entwicklung eines „perfect storm“ in Hurricane-Ausprägung. Der setzt effizient beim Nutzer an. Immobilien ohne Nutzer sind temporäre Ruinen. Hier hilft das verlangsamte Cash Burning der Zinsuhr nur zeitweise. Und bedenken Sie, die Musiker machen die Musik, nicht die Konzerthalleneigentümer. Tröstlich bleibt, dass die Corona-Krise weder die erste noch die letzte Krise ist. Bei Leerstand wird weniger gebaut. Offen ist lediglich, wer sich dann in ein paar Jahren wieder in der Sonne trifft. Krise ist Chance. Das ist nur blöd für diejenigen, die auf der falschen Seite der Chance ab nächstes Jahr auf den Boden der Realität aufschlagen. (ab Seite 1)

Mit freundlichen Grüßen

Werner Rohmert sowie
Ihr Team von „Der Immobilienbrief“
Research Medien AG 

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PROJECT Research: Wohnungsneubau im zweiten Quartal 2020 – Preise legen trotz sinkender Verkaufszahlen zu

Bamberg, 19.08.2020 – Es wirkt fast so, als wäre nichts gewesen – die Entwicklung der Verkaufspreise im Wohnungsneubau verlief in der Hochphase der Krise in etwa so weiter wie vor Krisenausbruch. Das zeigt die jetzt vorliegende Marktanalyse von PROJECT Research für das zweite Quartal 2020. Während die Verkaufszahlen neu gebauter Wohnimmobilien von April bis Juni, als COVID-19 das Wirtschaftsleben beinahe vollständig zum Erliegen brachte, bei ungefähr gleichbleibendem Angebot deutlich zurückgingen, stiegen die Verkaufspreise in fast allen deutschen Metropolen und in der österreichischen Hauptstadt Wien. 

»Die Entwicklung der Preise und der Verkaufszahlen ist keineswegs überraschend«, sagt Dr. Matthias Schindler, Vorstand Projektentwicklung der PROJECT Real Estate AG. »Ein Großteil – wenn nicht alle – der Neubauobjekte, die seit Krisenbeginn in den Vertrieb gingen, wurden lange vor Beginn der Pandemie angekauft und kalkuliert. Damit sich diese Objekte rechnen, werden Bauträger mit den anfangs kalkulierten Verkaufspreisen auf den Markt gehen und abwarten. Das spiegeln die aktuellen Verkaufspreise wieder. Die Preisstabilität hängt nicht zuletzt von einer zügigen wirtschaftlichen Erholung ab, und die ist wegen einer möglichen zweiten Welle der Krise noch nicht gesichert.«

Positive Preisentwicklung in den Metropolregionen mit Ausnahme von Köln

Der Abschluss der Juni-Recherchen von PROJECT Research ermöglicht einen Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres und demzufolge einen Überblick über das bisherige Ausmaß der Corona-Krise auf den Wohnungsbau. Für den Quartalsvergleich wurde der Mittelwert der Verkaufspreise des ersten Quartals mit dem Mittelwert der Verkaufspreise des zweiten Quartals verglichen. Während es in Köln zu einem Preisrückgang kam, verzeichneten alle anderen Metropolregionen Verkaufspreiszuwächse.

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier lesen.

Quelle: PROJECT Research (Pressemitteilung vom 19.08.2020)

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